… was soll man dazu noch sagen?

Hallo, Freundinnen und Freunde,
am 23. Oktober 2016

Vorab möchte ich sagen, dass ich dieses Buch super fand. Besonders gut war natürlich, dass es in Hannover spielt (meiner Heimatstadt).

Es ist eine irre spannende, gut durchdachte Geschichte, die ein interessantes Thema betrifft. Dieser Wirtschaftsthriller ist vor allen Dingen als Erstlingswerk, toll. Der Autor hat wirklich Talent, sodass man sich freut, weitere Bücher von ihm zu lesen.

ZUR GESCHICHTE :
Zur Geschichte ist es klassisch gut gegen böse, ohne langweilig zu sein. Der verrückte Pysiker vs. bösen Konzernchef.

Der Pysiker Dr. Leibner hat das Energieproblem gelöst. Da er in der Leibniz Universität arbeitet, gehört alles was er erfindet der Uni. Er hätte es lieber, wenn die ganze Welt von seiner Erfindung profitiert.
Das passt allerdings überhaupt nicht in die Pläne des Konzernchefs, der durch Verrat davon erfährt. Im Gegenteil, er würde dadurch eine menge Geld verlieren und tut alles, um die Veröffentlichung des Pysikers zu verhindern.

Es lässt sich flüssig lesen, man hat keinerlei Probleme sich einzulesen. Ich halte Bücher für gut, über die man Nachdenken kann, weil sie ein spannendes Thema wie die Energiekrise haben. Dies ist genau so ein Buch. Auch gibt es Stellen in dem Buch, die lustig sind oder wo man noch etwas lernen kann. Auch die nötige Spannung fehlt hier nicht.

Ich habe dieses Buch als Tester gelesen und zu einem vergünstigt bzw. kostenlosen Preis bekommen. Das hat keinerlei Auswirkung auf die Bewertung. Der Preis für dieses Buch lohnt sich in jedem Fall.“

Soweit die neueste Rezension für meinen Erstling (bei amazon nachlesbar). Die dritte aus dem Kontingent von eBook-Produkttests , das ich einkauft hatte.

Übrigens: Am 3.11. ist meine Lesung im Wüstenhof. Nicht vergessen,falls ihr euch noch nicht angemeldet oder die Einladung noch nicht geteilt habt 🙂
Herzlich
euer Anton

Freundfeinde.

Hallo, Freundinnen und Freunde,

mein neues Buch, besser Manuskript, lebt. Gerade habe ich den Arbeitstitel von „Gegen die Gewalt“ in „Freundfeinde“ mit Untertitel „Die Turmspringer“ geändert. Im Verlauf des Schreibens ist mir immer klarer geworden, dass die Geschichte sich zwar um einen Konflikt in der Gesellschaft dreht, aber im Grunde das Schicksal zweier Freunde beschreibt. Deren Freundschaft wird durch bestimmte Umstände zerstört, für die der Angefeindete aber  nichts kann. Die Folgen durchziehen und überlagern den Gesellschaftskonflikt in einem Deutschland des Jahres 2048, um den es vordergründig in dem Buch geht.

„Freundfeinde“ kann man so – wie ich vermute – als Titel nachvollziehen. Der Untertitel „Die Turmspringer“  ist schwer zu erklären, ohne zu viel zu verraten. Steht als Metapher für eine sehr, sehr enge kindliche Freundschaft. Zerbricht eine solche Freundschaft, dann ist der Konflikt tiefgreifend und die Folgen können grausam sein. Wenn der Grund für das Zerbrechen der Freundschaft gar nicht zutrifft, dann könnte es sogar tragisch werden.

Darum wird es in meinem neuen Buch gehen.

Ich bin im Augenblick dabei, die Tiefe der Figuren noch zu verbessern und Schauplätze atmosphärisch dichter zu gestalten. Mein ältester Sohn hat einen frühen Entwurf angelesen und mir zurückgespiegelt: „Gut, wirkt aber noch zu sehr wie ein Drehbuch.“ Das hat mich zuerst getroffen, dann habe ich unter diesem Aspekt gelesen und musste ihm zustimmen. Jetzt trifft die Einschätzung nicht mehr zu.

Heute in drei Wochen ist meine zweite Lesung. Daran feile ich natürlich auch noch.

Ach ja, ich überlege, mein „Gegen die Gier“ in der gedruckten Form nicht mehr bei Amazon zu vertreiben sondern über BoD (Books on Demand), dann erhält es eine deutsche ISBN und ist in jedem Buchladen bestellbar. Das eBook bleibt vorerst bei amazon. Aber ab Mitte Dezember auch nicht mehr exklusiv, denn es gibt noch andere Buchformate als das Kindle-Format.

Herzlich

euer Anton

Imagine all the people …

Hallo, liebe Freundinnen und Freunde,

SWR1 veranstaltet jeder Jahr eine Hitparade von 1000 Titeln, die von Hörern gewählt werden; jeder kann 5 Lieder vorschlagen. Ich habe heute online meine Wahl abgegeben: Imagine (John Lennon), Wenn der Himmel weint (Peter Maffay), Nothing Compares (Sinhead O’Connor), Hey Jude (Beatles), Angie (Rolling Stones). Kurz danach rief mich ein Redakteur an, man will mich zu meiner Wahl live interviewen. Ich habe aus dem Bauch heraus gewählt und frage mich jetzt selbst nach meinen Beweggründen.

Imagine:  in Liverpool im Beatles-Museum gibt es einen John-Lennon-Gedächtnis-Raum, weiße Wände, weißes Klavier, darauf Lennons Lesebrille, Imagine läuft ständig wiederholt, der Text in erhabenen Buchstaben weiß in weiß an der Wand. Wem da kein Schauer den Rücken herunterläuft. Ich habe da gestanden, neben mir haben 14/15-jährige Mädchen geschluchzt, ich musste auch mit mir kämpfen … Imagine ist seit dem Zeitpunkt mein Lieblingssong. Vom Text braucht man gar nicht zu reden.

Wenn der Himmel weint: Ich bin Maffay-Fan, auf mehreren Konzerten gewesen. ein Mann, den man bewundern kann (von der letzten privaten Entwicklung mal abgesehen …). Er hat sich hochgearbeitet, sich fast tot gesoffen, selbst aus dem Tief geholt, ein Wunder an Disziplin und er macht z.T. wunderbare Musik. „Wenn der Himmel weint“ ist die Aufforderung, sich nicht unterkriegen zu lassen, weiter zu machen. Ein Lied das Hoffnung macht. Tolle Musik, darin die Zeile: „Du wirst tanzen als wärst du Musik“, die finde ich einfach überwältigend gut.

Hey Jude: Wer einmal erlebt hat, wenn ein ganzer Saal zusammen „Na na na … Hey Jude“ zusammen singt, weiß, was es heißt, Gemeinschaftsgefühl zu erleben … Der Text ist verklausuliert, fordert aber letztlich dazu auf, die Welt besser zu machen. Reine Hoffnung!

Nothing Compares: bei diesem Lied hat mich die Musik vom ersten Hören an verzaubert. Diese lang gezogenen Akkorde muss ich nur hören, dann Augen zu und träumen.

Angie: Ein trauriges Liebeslied von einem unnachahmlichen Mick Jagger schon in jungen Jahren gesungen. Ich habe ein uraltes Video vor Augen, da kann Jagger knapp zwanzig gewesen sein. Er singt mit einer Inbrunst, da kann man sehen, dass er Musik lebt (gelebt hat).

Ehrlich, ich musste nicht lange überlegen, meine Gründe aufzuschreiben. Es floss mir aus der Feder. Hoffentlich kann ich das nachher auch so rüberbringen, im Radio.

 

Herzlich

euer Anton

 

 

Die erste Lesung war …

 

… toll, eine großartige Erfahrung! Ich bin hoch zufrieden.

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich habe die erste hinter mir. Bei herrlichstem Wetter in dem wunderbaren Ambiente des Hofcafés haben sich erwartungsgemäß keine Menschenmassen zu meiner Lesung gedrängelt. Die Sonne hat viele noch bewogen abzusagen, es blieben aber immerhin zehn Zuhörer für meine Performance übrig. Die üblichen Fehler einer Erstlesung habe ich auch gemacht, z.B. am Anfang zu schnell zu lesen und so die Zuhörer ein wenig zu überfordern. Doch die Optimierungspotentiale sind erkannt und die nächste Veranstaltung dieser Art wird besser (3.11. Wüstenhof, Vallendar). Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch mein Buch wurde gut gekauft.

Gestern war ein guter Tag. Solche wünsche ich uns allen regelmäßig.

Herzlich

euer Anton

 

 

Die erste Lesung naht …

Hallo, Freundinnen und Freunde,

ich habe früher oft vor vielen Menschen gesprochen (meine Höchstzahl waren einmal etwa 1200 Zuhörer). Aber es scheint etwas anderes zu sein, das erste Mal aus seinem eigenen Buch zu lesen und dazu vorzutragen. Ich gebe zu, ich bin aufgeregt. Die Zahl der Zuhörer wird sich in erheblich kleineren Dimensionen bewegen , doch die Herausforderung ist anders als früher.

Natürlich habe ich mich vorbereitet; viel darüber gelesen, wie man eine Lesung  plant und durchführt. Meinen Entwurf habe ich bisher etwa fünf Mal umgeworfen. Jetzt sind es ca. 1 1/2 Std, ich lese (aus) 6 Szenen. Die Zuhörer werden einiges erfahren, das man sich sonst erlesen muss, selbstverständlich ohne Hinweis, wie die Geschichte ausgeht. Vor allem wird eine Menge über den Autor erzählt und über Hintergründe zur Entstehung des Buches; warum manche Figuren und Orte sind wie sie sind, handeln wie sie handeln. Im Grunde ist es ja eine (kleine) Verkaufsshow. Ein paar frisch gekaufte Bücher möchte ich dann schon signieren. Ich habe gelesen, dass Autoren für ihre Lesung Geld nehmen, das mache ich natürlich nicht. Bin froh, wenn Interessierte am 24.9. nach Niederkassel kommen.

Die nächste Lesung am 3.11. wird sich inhaltlich daran orientieren, wie es nächsten Samstag klappt. Insoweit sehe ich die erste Lesung auch ein bisschen als einen Testlauf. Das Plakat für die Ankündigung der Lesung im Restaurant Wüstenhof in Vallendar wird gerade gedruckt (kommt demnächst hier, gestaltet wieder von Cora Banek, von corabanek design). Die meisten Geschäfte in Vallendar wollen es aushängen. Ich schätze beinahe, es werden einige Zuhörer mehr kommen als diese Woche.

Einerseits bin ich leicht aufgeregt, andererseits auch sehr gespannt, wie meine Stimme hält, ob ich langsam genug und genügend gut betont lese, welche Fragen gestellt werden (wenn welche gestellt werden …) usw.

Demnächst werde ich darüber berichten 🙂

 

Herzlich

euer Anton

 

Kleiner, aber oho?

Hallo, Freundinnen und Freunde,

ich hatte euch schon einmal geschrieben, dass ich befürchte, dass mein zweites Buch zu umfangreich wird. Ich war so in etwa bei 350 Seiten angelangt und noch nicht zu Ende. Nun gibt es unterschiedliche Sichten drauf, wie umfangreich ein Roman sein sollte oder kann. Der bekannte Autor Andreas Eschbach sagt, dass ein Roman nicht mehr als 500000 Anschläge/Zeichen Umfang haben soll. Jane Friedman, eine bekannte amerikanische Literaturbloggerin, sagt, ein Roman solle 90000 Wörter nicht überschreiten. Üblich ist zu sagen, dass ein Roman etwa 300 Seiten haben sollte. „Gegen die Gier“hat 537000 Zeichen, 83000 Wörter und 338 Seiten. „Gegen die Gewalt“hat im Moment 486000 Zeichen und 75000 Wörter. Der Seitenumfang lag bis vor einer Woche bei über 340. „Liege ich also richtig?“, habe ich mich gefragt. Man darf auch nicht vergessen, dass der Umfang auch die Druckkosten bestimmt, denn der selfpublisher muss so kalkulieren: Welcher Preis für ein gedrucktes Taschenbuch ist zumutbar? Eine Schmerzgrenze liegt irgendwie bei 10 €. Dann verdient der Autor aber so gut wie nichts mehr, denn nach Abzug der Steuer nimmt sich Amazon 40% vom Rest und die Druckkosten. Deshalb kostet „Gegen die Gier“ als Taschenbuch 12,99€, weil das an der ermittelten zweiten Schmerzgrenze für Buchkäufer liegen soll. Also hat eine geringere Seitenzahl ganz handfeste kommerzielle Vorteile für den Autor.
Ich habe mein neues Manuskript vor ein paar Tagen auf 235 Seiten gekürzt. Da ist sicher einiges an Inhalt und Substanz verloren gegangen, werdet ihr jetzt sagen.
Weit gefehlt – zum Glück. Das Geheimnis ist die Wahl des richtigen Zeichensatzes. Im Schreibprogramm war eingestellt Times 14, das Buch wird gedruckt mit Garamond 11. Der Text schrumpft von 342 auf 235 Seiten, wenn der Zeichensatz sich auf diese Weise ändert. Welch ein Wunder! Der Gegencheck bei „Gegen die Gier“ ergibt 303 zu 260, aber das fertige Buch hat die erwähnten 338 Seiten. Wie kann das denn nun sein? Ok, der Zeilenabstand kann schon noch einiges ändern. Um es in einem Wort zu sagen, ich verstehe es nicht. Meine Grafikerin und Setzerin, Cora Banek von corabanek design, hatte natürlich die Erklärung: Der fehlende Parameter ist die tatsächliche Seitengröße, die die Druckerei verwendet. Die Seitenzahl, die mein Programm angibt, berechnet sich aus der sog. deutschen Normseite, 60 Zeichen auf 30 Zeilen also 1800 Anschläge/Zeichen). Es sieht so aus, als verwende amazon eine andere Normseite als es in Deutschland üblich ist, dadurch kommen vermutlich die Unterschied zustande. Cora Banek sagte mir aber, ich solle mir keine Sorgen machen, mein neues Buch würde von der Seitenzahl her zu umfangreich. Ich solle mich an der Wörter- und Zeichenzahl orientieren. In beidem liegt „Gegen die Gewalt“ unter dem ersten Buch, also wird es auch weniger Seiten haben. Ich bin erleichtert.

Ihr hoffentlich auch 🙂

 

Herzlich

Euer Anton

Man muss sich Ziele setzen …

Hallo, Freundinnen und Freunde,
gestern hat ein Rezensent von „Gegen die Gier“ Folgendes geschrieben: „reiht sich das Buch für mich in die Nähe eines Sakrileg von Dan Brown ein“ (bei amazon nachzulesen). Zum einen geht das natürlich runter wie Öl, zum andern bedeutet es einen mordsmäßigen Ansporn, so etwas tatsächlich erreichen zu wollen. Ob man das kann, ist natürlich eine andere Sache. Die Sicht eines Lesers ist subjektiv und es gibt sicher jede Menge Menschen, die mein Buch für ausgewachsenen Mist halten. Andreas Eschbach (hochkarätiger Autor) sagt es unverblümt: „Der erste Roman ist immer Mist!“. Was soll man da schon dagegen halten, außer, dass es großen und weniger großen Mist gibt und dass auf ein erstes ein zweites Buch folgen sollte, mit dem Ziel, besser zu werden als das erste. Da sitze ich ja dran, wie ihr wisst, denke mir das Hirn krumm und schreibe mir die Finger wund.
Nun, ganz so schlimm ist es nicht, vor allem weil mich die Vorbereitungen für meine erste Lesung mit Arbeit belegen und insgesamt viel Gehirnschmalz darauf verwandt werden muss, wie man ein Buch, das so schlecht nicht zu sein scheint, mehr Menschen bekannt macht. Buchblogs sind ein Weg, Top-Rezensenten z.B. bei amazon anzusprechen, sind auch einer. Ich suche gerade nach solchen, die zu mir passen. Leider hat amazon ca. 10000 Produktrezensenten gelistet, allerdings sind Buchrezensenten nicht filterbar. Also alle ansehen und prüfen, wer Bücher bespricht, welche Bücher, wie er das tut und ob er Kontaktdaten angibt. Noch habe ich leider keinen Passenden herausfinden können. Eine Rezensentin hatte mich ja schon gefunden (ich hatte darüber berichtet). So eine oder einen oder ein paar davon, könnte ich noch gut gebrauchen. Dann ist natürlich wichtig, wie man diese anschreibt. Plumpe Serienbriefschreibe dürfte nichts bewirken. Gehört also gut vorbereitet. Man geht schließlich auch ein Risiko ein, denn der Informationseffekt in die Breite ist auch für eine nicht so gute oder negative Buchkritik gegeben.

Doch ich bin bester Hoffnung, dass das schon klappen wird. Drückt mir ruhig die Daumen.

Wie gefällt euch mein Titelbild? Da der originale Buchtitel geschützt ist, habe ich einen ähnlichen gebastelt …

Bis zum nächsten Mal.

Herzlich

euer Anton

wie ich (auch) anfing …

Hallo, Freundinnen und Freunde,

heute fielen mir ein paar Bilder in die Hände, die von einem Familiennachmittag vor einem Jahr stammen, bei dem ich eine meiner Kurzgeschichten vorgetragen habe. Ja, ich habe (auch) mit ein paar Kurzgeschichten meine ersten Schreibversuche gemacht. Man kann sie alle noch lesen (bei http://www.leselupe.de Nach Beiträgen von „fah“ suchen). Da findet man die allererste „Der nackte Mann mit der Farbdose“ und „Das Rachefestival“, „Tote Mäuse“, „Dreizehn Prozent Steigung“, „Die Spritztour“ sowie „Disco-Fox im Aufzug“. Jetzt sehe ich, dass ich da schon meinen ersten Entwurf von „Gegen die Gier“ gehabt haben muss; denn die Kurzgeschichte „Die Camper“ ist ein Unterkapitel aus dem Buch, das damals noch „Leibniz 2.0“ hieß. So kann man sich täuschen. Dann füge ich in der Überschrift ein „auch“ ein.
Vielleicht gefällt euch ja die eine oder andere Geschichte.

Bei meiner aktuellen Herausforderung „Gegen die Gewalt“ oszilliert mein Anfangskapitel ziemlich. Nachdem es zeitweise zu 100% neu gestaltet worden war, habe ich diese Fassung wieder zu 100% verworfen und stelle die Unterkapitel momentan täglich um, nähere mich aber einer Version, die mir gefallen könnte … wie sagt der Lateiner so treffend? „Per aspera ad astra“ durch Mühsal zu den Sternen.

In dem Sinne, ein schönes nicht zu heißes Wochenende euch allen.

Herzlich
euer Anton

… sprachlos über eine kurze Nacht.

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben habe ich eine Rezension von „Gegen die Gier“ erhalten, die mir die Sprache verschlagen hat. So etwas hätte ich nicht erwartet. Aber lest selbst:

Von LaberLili am 19. August 2016
Format: Kindle Edition

[Vorab: Ein Rezensionsexemplar des eBooks war mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden.]

Der Lektüre von „Gegen die Gier“ stand ich zunächst skeptisch gegenüber: Ich bin kein allzu begeisterter Leser, was Politik- und eben auch Technothriller angeht; diese ergehen sich für mich allzu oft in verschwurbelten Komplotten, die von mir letztlich kaum mehr nachvollzogen werden können. Die Kurzbeschreibung dieses Romans ließ mich einerseits nun eine verzwickte Verschwörung hinter der Handlung befürchten, andererseits ließ mich die Erwähnung des „imitierten“ Leibniz und der geschlossenen Psychiatrie an Dürrenmatts Die Physiker denken und dieses Drama zählt in seinem Genre definitiv zu meinen Favoriten.
Ich hoffte also auf einen modernen Wirtschaftskrimi, der einen Hauch belletristisch umgesetzter „Physiker“ von Dürrenmatt verströmen würde.
Dabei erinnerte mich der Protagonist Dr. Gottfried Leibner zunächst an einen Mix der Wissenschaftler aus „The Big Bang Theory“, die man zudem noch mit Don Tillmann (Das Rosie-Projekt: Roman (Hochkaräter)) in einen Topf geworfen hätte: Gottfried wirkte sehr intelligent, aber eben auch unglaublich unbeholfen und, was sozialen Umgang anging, eher unbewandert; seine „Sucht“ wirkte eingangs nur wie eine schräge Marotte, offenbarte später aber einen dunkleren Hintergrund; dennoch war Gottfried im Allgemeinen nicht unsympathisch: Er wirkte einfach wie „nicht von dieser Welt“.
Nachdem er unvermittelt in der Psychiatrie gelandet war, hat mich die Szenerie tatsächlich auch ein wenig an Dürrenmatts Werk erinnert, auch wenn die Umstände hier doch sehr anders waren, da Gottfried „zwangseingewiesen“ wurde und von Anfang an der Klinik zu entkommen versucht.
Insgesamt wird die Handlung auch nie undurchsichtig, sondern folgt einer strikten Linie: Auf der einen Seite wird Gottfried vom Erzähler beobachtet, auf der anderen Seite aber auch der „große“ Widersacher, der verhindern will, dass Gottfried alsbald seine Forschungsergebnisse publik macht und somit jedweder „Verbrennungsenergieindustrie“, insbesondere natürlich seine eigenen Unternehmungen, an den Karren fährt. Hier begegnet man zwar auch den diversen Mitarbeitern und Zuträgern von Gottfrieds zumindest ihm unbekannten Gegner und erfährt ein wenig über deren biografische Hintergründe, so dass insbesondere erklärt wird, was man gegen sie in der Hand hat, so dass sie sich quasi schon zwangsweise für den Industriekonzern die Hände schmutzig machen müssen: Aber obschon hier so ziemlich jeder Dreck am Stecken hatte und dadurch erpressbar war, konnte ich die einzelnen Verbindungen der „Bösen“ zueinander doch immer problemlos nachvollziehen. Auch fand ich die Darstellung dieser Bedingungen und Konstellationen durchaus glaubwürdig.
Ohnehin konnte ich die gesamte Handlung leicht glauben; auf mich wirkte die Erzählung absolut authentisch und natürlich gab es sehr viele kriminelle Elemente, aber da es hier letztlich um milliardenschwere Geschäfte ging, fand ich die Skrupellosigkeit nicht übertrieben dargestellt, sondern konnte mir leicht vorstellen, dass ein Industriemagnat in einer solchen Lage durchaus zu solchen Mitteln greifen könnte.
Teils erschien mir die Entwicklung der eingebauten Romanze zu überhastet, zu leidenschaftlich für Gottfrieds eingangs dargestellte Unsicherheit und Schüchternheit, aber ehe mich diese plötzliche Intensität tatsächlich zu stören beginnen konnte, nahm die Handlung noch deutlich an Fahrt auf und grad das letzte Viertel des Buchs fand ich anhaltend extrem spannend, zumal es auch nicht unbedingt ersichtlich war, ob auf den letzten Metern bzw. Buchseiten das Gute siegen oder doch verlieren würde.
Insgesamt hat mir diese Spannungslektüre einen sehr spannenden Abend und, da ich einfach nicht zu lesen aufhören konnte, eine recht kurze Nacht beschert; ich bin absolut positiv überrascht worden!

Gebt diese Meinung über mein Buch ruhig weiter. Es sollten noch mehr Menschen solche kurzen Nächte erleben dürfen … 🙂
Herzlich
Euer Anton

Warum drei Exemplare?

Hallo, Freunde,

drei Exemplare von „Gegen die Gier“ hat der Buchhändler in sein Schaufenster getan.  Warum drei Exemplare und nicht nur eins? Das erregt Aufmerksamkeit und Neugier, vermute ich. Mich freut es natürlich. Aber es ist auch Ansporn, das nächste Manuskript voranzutreiben. (Allein die Vorstellung ein Schild „Hier gibt es den neuen Dellinger“ im Fenster zu sehen). Ich sitze täglich dran, an dem neuen Dellinger. Ihr wisst ja schon „Gegen die Gewalt“ soll er heißen. Die Story steht eigentlich schon einige Zeit. An den Figuren und dem Plot feile ich ständig und irgendwie ist das Buch jetzt schon zu lang (340 Seiten im Entwurf, das sind gesetzt knapp unter 400, was ich für zuviel halte). Kürzen tut weh, richtig weh. Man muss lieb gewonnenes Geschriebenes durchstreichen, löschen, wegwerfen. Dabei findet man sein eigenes Wörtergetüm natürlich überhaupt nicht des Wegwerfens würdig. Wenn man nicht darin verliebt wäre, würde man nicht schreiben können. Noch hat es ja niemand anderer gelesen. Bevor es in den eigenen Augen nicht perfekt ist, gibt man es nur sehr ungern an Testleser. Zweifel über die eigenen Qualität lassen einen auch nicht mehr los.

Bestes Mittel – wenn man es schafft – ein, zwei Wochen nicht ansehen und dann erneut versuchen, zu kürzen. Meistens geht es dann recht gut.

… aber die 340 Seiten sind auch schon durch Kürzen entstanden. Ich muss also noch einmal zwei Wochen pausieren. Kann ja Flyer verteilen (der selfpublisher ist sein eigener Marketing-Chef) oder die Lesung am 24. September in Niederkassel im „Hofcafé 7. Himmel“ vorbereiten oder, oder … Mir fällt schon was ein.

Bis bald.

Herzlich

Euer Anton