Kleiner, aber oho?

Hallo, Freundinnen und Freunde,

ich hatte euch schon einmal geschrieben, dass ich befürchte, dass mein zweites Buch zu umfangreich wird. Ich war so in etwa bei 350 Seiten angelangt und noch nicht zu Ende. Nun gibt es unterschiedliche Sichten drauf, wie umfangreich ein Roman sein sollte oder kann. Der bekannte Autor Andreas Eschbach sagt, dass ein Roman nicht mehr als 500000 Anschläge/Zeichen Umfang haben soll. Jane Friedman, eine bekannte amerikanische Literaturbloggerin, sagt, ein Roman solle 90000 Wörter nicht überschreiten. Üblich ist zu sagen, dass ein Roman etwa 300 Seiten haben sollte. „Gegen die Gier“hat 537000 Zeichen, 83000 Wörter und 338 Seiten. „Gegen die Gewalt“hat im Moment 486000 Zeichen und 75000 Wörter. Der Seitenumfang lag bis vor einer Woche bei über 340. „Liege ich also richtig?“, habe ich mich gefragt. Man darf auch nicht vergessen, dass der Umfang auch die Druckkosten bestimmt, denn der selfpublisher muss so kalkulieren: Welcher Preis für ein gedrucktes Taschenbuch ist zumutbar? Eine Schmerzgrenze liegt irgendwie bei 10 €. Dann verdient der Autor aber so gut wie nichts mehr, denn nach Abzug der Steuer nimmt sich Amazon 40% vom Rest und die Druckkosten. Deshalb kostet „Gegen die Gier“ als Taschenbuch 12,99€, weil das an der ermittelten zweiten Schmerzgrenze für Buchkäufer liegen soll. Also hat eine geringere Seitenzahl ganz handfeste kommerzielle Vorteile für den Autor.
Ich habe mein neues Manuskript vor ein paar Tagen auf 235 Seiten gekürzt. Da ist sicher einiges an Inhalt und Substanz verloren gegangen, werdet ihr jetzt sagen.
Weit gefehlt – zum Glück. Das Geheimnis ist die Wahl des richtigen Zeichensatzes. Im Schreibprogramm war eingestellt Times 14, das Buch wird gedruckt mit Garamond 11. Der Text schrumpft von 342 auf 235 Seiten, wenn der Zeichensatz sich auf diese Weise ändert. Welch ein Wunder! Der Gegencheck bei „Gegen die Gier“ ergibt 303 zu 260, aber das fertige Buch hat die erwähnten 338 Seiten. Wie kann das denn nun sein? Ok, der Zeilenabstand kann schon noch einiges ändern. Um es in einem Wort zu sagen, ich verstehe es nicht. Meine Grafikerin und Setzerin, Cora Banek von corabanek design, hatte natürlich die Erklärung: Der fehlende Parameter ist die tatsächliche Seitengröße, die die Druckerei verwendet. Die Seitenzahl, die mein Programm angibt, berechnet sich aus der sog. deutschen Normseite, 60 Zeichen auf 30 Zeilen also 1800 Anschläge/Zeichen). Es sieht so aus, als verwende amazon eine andere Normseite als es in Deutschland üblich ist, dadurch kommen vermutlich die Unterschied zustande. Cora Banek sagte mir aber, ich solle mir keine Sorgen machen, mein neues Buch würde von der Seitenzahl her zu umfangreich. Ich solle mich an der Wörter- und Zeichenzahl orientieren. In beidem liegt „Gegen die Gewalt“ unter dem ersten Buch, also wird es auch weniger Seiten haben. Ich bin erleichtert.

Ihr hoffentlich auch 🙂

 

Herzlich

Euer Anton

Autor:

Der Autor hat bisher zwei Verlagsverträge, einen für den Thriller "Kopfsturm" (2022), einen für einen historischen Roman, der 2023 erscheinen wird. Läuft …

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