Nach der Sternwarte eine Brücke?

Hallo, Freundinnen und Freunde,

mein historischer Roman „Die venezianische Sternwarte“ geht im Gmeiner-Verlag seinen Weg und das Leben geht weiter. Ich schreibe derzeit die Fortsetzung (Arbeitstitel „eine neue Brücke für Venedig“), in der 12 Jahre später Baumeister Fabrizio Mansani, sein Bruder Marcello, ein neuer – ebenso großmannssüchtig wie der vorherige – Doge, ein agiler Großkanzler und alte Feinde, die aus dem Untergrund auftauchen, eine Rolle spielen. Ausgangspunkt ist eine mysteriöse Spionageaktion und ein ehrgeiziger Plan für eine neue Brücke. Ja, Spionage gab es häufig in Venedig, immerhin damals (auslaufend) mächtige See- und Handelsmacht. Ein eigenes Geheimgericht mit umfassenden Vollmachten befasste sich hauptsächlich mit der Abwehr und Verfolgung von Spionage. Ach ja, Leibniz taucht auch wieder auf; es macht mir einfach Spaß, diesen letzten Universalgelehrten mit seinen unkonventionellen Ideen und seiner altertümlichen Sprache agieren zu lassen.
Der Szenenplan steht, geschrieben (entworfen) sind derzeit 118 Seiten, jeden Tag werden es ca. 5 mehr. Ich habe gegenüber dem ersten (s.o.) historischen Roman eine Reihe neuer Quellen aufgetan und kann viele neue historische Details beisteuern, die solche Art Romane interessant machen.

Das Beitragsbild ist nichts als eine Gedankenstütze, zeigt einen Teil des Entwurfs des großen venezianischen Baumeisters Palladio für eine Rialtobrücke, der allerdings verworfen wurde.

Ihr seht, es geht weiter.

Ich hoffe, bei euch auch, egal welch schlechte Rahmenbedingungen derzeit herrschen …

Herzlich

euer Anton

Reinfall oder nicht?

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich wollte ein Eiscafé in Neuwied in ein Literaturcafé verwandeln – es hat nicht geklappt. 35 Plätze, 10 sollten von Interessenten besetzt sein, dann hätte meine Lesung stattgefunden. 12 waren angemeldet, 7 sind gekommen. Nach kurzer Diskussion mit dem Besitzer fiel die endgültige Entscheidung gegen die Lesung. Ich hatte bisher (max) 36 und (min) 16 Interessierte in einer Lesung. Absagegründe diesmal: Krankheit 2, Enkelbesuch 1, ohne 2. Habe ich falsch/nicht genügend geworben? Ich glaube nicht: 8 Plakate an auffälligen Punkten in der Stadt, Facebook, ein Halbseiter in der Rhein-Zeitung (allerdings leider nicht wie angekündigt in der Neuwieder Lokalausgabe) und natürlich jede Menge Mund-zu-Mund-Propaganda. Das Plakat war vielleicht zu unauffällig, hat mir jetzt jemand gespiegelt; ein Profi hatte es gesehen und das nicht gemeint.

Egal, es ist wie es ist. Und – war des jetzt ein Reinfall? Und wenn ja, was heißt das für die Zukunft? Also kommerziell war es ein Reinfall, ich habe Plakate drucken lassen und Bücher für den Verkauf erworben. Nicht schön, aber es macht mich nicht arm. Die Bücher werden nicht schimmelig. Was lerne ich daraus? Das Interesse an Lesungen wie auch an Bücherkauf ist wohl momentan nicht so groß, tritt angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit in den Hintergrund. Jemand sagte mir, dass er allgemein bei Theater- und Kinobesuchen feststellt, dass die Besucherzahlen zurückgehen. Viele Ältere haben nach wie vor auch Angst vor Corona-Ansteckung in Innenräumen. In der Zeitung lese ich, dass der Buchmarkt sich rezessiv entwickelt. Und natürlich ist „Anton Dellinger“ als Zugpferd nicht bekannt genug, das muss ich objektiv feststellen und als Schluss aus dem Vorgesagten ziehen.

Das heißt? Natürlich nicht aufgeben, sondern weitermachen. Noch bessere Romane schreiben und sich daran freuen, dass ich es kann. Genau so werde ich es machen.

Euch eine gute Zeit.

Herzlich euer Anton

P.S. Das Foto ist gestellt, wurde gemacht, als alle 7 wieder weg waren.