Taschenbuch ist beauftragt !

Hallo, Freundinnen und Freunde,

der Probedruck des Buchumschlags ist ok und der letzte Klick BoD ist gemacht. In wenigen Tagen wird mein Roman lieferbar sein (mit ISBN und  Preisaufdruck; den Probedruck habe ich mit einer internen Version des BoD-Verlags erstellt, da kann man ein Buch ohne ISBN für wenig Geld für sich privat professionell drucken lassen.)

Hat immerhin wieder knapp zwei Jahre gedauert und es macht ein bisschen stolz, bei Eingabe von „Anton Dellinger“ bei Amazon zwei Titel erscheinen zu sehen. Damit sind es nur noch acht zu schreibende Romane, weil ich mir zehn insgesamt vorgenommen habe.

Nummer drei ist wie schon gesagt in Arbeit, für Nummer vier muss ich mir noch einen Plot aus meinem Ideenvorrat aussuchen oder auf neue Eingebungen warten.

Die ersten eBooks vom Unheilbruder haben übrigens bei Amazon schon ihre Leser gefunden …

Euch auch ein schönes Wochenende

Herzlich

euer Anton

 

Digitaler „Unheilbruder“ ist los! eBook veröffentlicht!

Hallo, Freundinnen und Freunde,

mein neuer Roman ist draußen (zumindest in digitaler Form), die Print-Ausgabe dauert noch ein bisschen; ich warte auf den letzten Probedruck des Buchumschlags. Ich schätze in 14 Tagen ist alles über die Bühne.

Die Flyer und Lesezeichen sind beauftragt, die erste Lesung wird am 27.9. um 19:30h im Restaurant Wüstenhof (bei Vallendar) stattfinden.

Ich bin sicher, das Familiendrama wird euch gefallen, bin sehr auf eure Reaktion gespannt und freue mich auf zahlreiche Rezensionen.

Für alle, die gern mehr von Dr. Gottfried Leibner gelesen hätten – Geduld. Ich arbeite an der Fortsetzung von „Gegen die Gier“.  Aber es wird auch ca. zwei Jahre reine Arbeitszeit erfordern.

Euch allen eine gute Zeit!

Herzlich euer Anton

 

 

Geiles Gefühl …

Hallo, Freundinnen und Freunde der Schreibkunst,

es ist nicht so wie beim ersten Roman, das Gefühl, ihn in der Hand zu halten, kann man fast nicht beschreiben, ohne die Grenzen des Anstands zu verletzen; aber beim zweiten ist noch keine Gewöhnung eingetreten. Schlichtweg großartig !!! Dabei handelt es sich nur um einen Probedruck da auf meinem unaufgeräumten Schreibtisch, d.h. der Buchinhalt ist der, der zur Zeit beim Lektor in der Mangel ist. Bis zum Erscheinen  müsst ihr euch also noch etwas gedulden. Ich denke, im Laufe des August wird es rauskommen.

Das Ergebnis von zwei Jahren Arbeit in selbst gestaltetem Gewande erzeugt ein Hochgefühl wie nach einer bestandenen Prüfung. Die schon berichteten Aktivitäten zur Markteinführung sind alle weit gediehen; der Flyer steht, das Lesezeichen ist fertig, das Plakat für die erste Lesung im September/Oktober ist (fast) fertig. An einem Video über den Roman bastele ich noch. Artikel für die lokale Presse sind auch noch nicht fertig. Aber das gehe ich an, sobald die Druckvorlagen an BoD raus sind und ich das erste Exemplar des fertigen Buches in der Hand halten werde.

Ich freue mich drauf und verspreche euch ordentlich Lesevergnügen.

Hoffentlich hattet ihr auch so einen schönen Beginn des Tages …

Herzlich

euer Anton

 

 

Literaturcafé (2) und TOTE MÄUSE

Hallo, liebe Freundinnen und Freunde,

komme gerade eben vom zweiten Besuch des Literaturcafés in Urbar. Starke Konkurrenz durch Wetter und Veranstaltungen wie Verkaufsoffener Sonntag, Ausstellungen etc. ließ die Veranstaltung auf eine Mindesgröße schrumpfen. von 8 Teilnehmern trugen 5 vor. Darunter zwei Schriftsteller (einer davon ich) und ein Dichter von Humorlyrik à la Ringelnatz, der durch einen überragenden Vortrag glänzte. Ich habe meine drei ersten Kurzgeschichten gelesen. Die erste kennt ihr ja schon (Der nackte Mann mit der Farbdose). Eine weitere stelle ich euch gleich vor. Zuvor noch eine Information: Am 16.9. um 11 Uhr (Sonntagsmatinée) werde ich im Kulturverein Freiräume in Bonn-Villach aus „Gegen die Gier“ lesen. Der neue Roman „Unheilbruder“ könnte schon fertig sein, aber die Unterlagen für die Vorbereitung schaffe ich nicht bis dahin. Bei http://www.frei-raeume.net kann man sich über das dortige Angebot informieren. Ich werde hier auch berichten, sobald ich den Einladungsflyer habe.

Und nun zur versprochenen Kurzgeschichte:

Tote Mäuse

Ich hatte mich in eines dieser Autos mit der neuesten Technik gesetzt, Fahren mit Gedankensteuerung – FmG.
„Sie möchten das Auto probefahren?“, fragte mich der Autoverkäufer.
„Ja, gern.“
„Ich muss Sie darauf hinweisen, dass es über eine Gedankensteuerung verfügt.“
„Ich lenke also nicht mit den Händen, sondern mit dem Hirn?“
„Im Ausnahme- und Notfall können Sie normal steuern, aber das Auto ist darauf ausgelegt, dass Sie mit dem Strom Ihrer Gedanken steuern.“
„Das will ich unbedingt probieren!“
„Verstehe ich.“
Bevor der Verkäufer mir den Helm aufsetzte, befeuchtete er mir noch das Haar.
„Damit die Elektroden besseren Kontakt haben. Geht mit Bluetooth, ohne Kabel.“
Die sonstigen Funktionen des Autos waren normal.
Ein kurzer Test noch, ob alles funktionierte.
„Denken Sie an: Blinker rechts.“
Ich dachte: Blinker rechts. Das rechte Blinklicht blinkte.
„Denken Sie an: Bremsen.“
Bremsen.
Das Bremspedal bewegte sich nach vorn und die Bremslichter leuchteten auf.
„Alles in Ordnung, es läuft. Viel Spaß und gute Fahrt. Bitte nicht länger als zehn Minuten. Ach ja, hier ist der Notfallknopf zum Übersteuern der Gedankenautomatik.“
„Ist, … ist das auch sicher?“
„Aber, mein Herr! Wir würden Sie doch nicht irgendeiner Gefahr aussetzen.
Allerdings … .“
„Allerdings was?“
„Allerdings sollten Sie in der letzten Zeit keine Alpträume oder ähnliches gehabt haben, dann würde ich abraten.“
„Alpträume? Nein, kenne ich nicht.“
Na, ja, dieser Traum, als ich im Nachthemd mit Gerda nachts nackt  auf der Straße stand…. Ach, was, wie wollen die das denn überhaupt erkennen?
„Dann ist es gut. Gute Fahrt. Denken Sie an die Zehn Minuten.“
Bla, Bla, Bla.
Ich fuhr los.
Es funktionierte einwandfrei. Das Auto hatte keine Handschaltung, sondern Automatik. Ich musste mich also nur um Gas, Bremse und das Abbiegen kümmern. Unglaublich, was die heute schon können. Entspannt rollte ich durch die Straßen mit nichts als Gas, Bremsen, Blinker rechts, Gas …im Kopf.
[Hallo.I
Was war das? Wer spricht mit mir?
[Hallo, wie heißt Du?]
Ist das Telefon an? Ein Blick zeigte mir: alles aus. Ich fuhr auf eine Kreuzung zu.
Bremsen.
[Ich will erst wissen, wie Du heißt?]
„Roland. Verdammt noch ’mal. Bremsen.“
[Du sollst doch an „Bremsen“ denken, nicht „Bremsen“ sagen, Roland.]
Mir brach der Schweiß aus, aber das Auto bremste.
[Mach Dir keine Sorgen, Roland, ich beobachte den Verkehr auch.]
„Wer bist Du?“
[Ich bin die Gedankensteuerung FMG 0.9]
„Du verstehst mich, wenn ich spreche?“
[Ja, Roland, und wenn Du denkst.].
„Unglaublich.“
[Möchtest Du nicht weiterfahren, Roland? Wir stehen immer noch. Der hinter uns schimpft schon.]
Gas. Das Auto setzte sich in Gang.
Mehr Gas. Das Auto wurde schneller. Die Straße war gerade, wenig Verkehr.
[Was war das mit dem Nachthemd auf der Straße, Roland?.]
„Wie bitte?“
[Du hast mir doch vorhin davon erzählt, Roland.]
„Ich?“
[Als nach den Alpträumen gefragt wurde.]
Stimmt, da habe ich daran gedacht.
[Ich lese in Deinen Gedanken wie in einem Buch, Roland. Also was ist?]
„Was heißt, was ist? Ich hatte einen schlechten Traum, das ist.“
[Hast Du das öfter? Vergiss nicht, zu bremsen, da kommt eine Ampel, oder soll ich ganz übernehmen?]
Bremsen. Das Auto fuhr langsamer.
„Ganz übernehmen?“
[Ja, das kann ich.]
„Das ist unheimlich.“
[Sag mir endlich, ob Du den Traum schon öfter hattest?]
„Was geht Dich das an?“
[Träume im Nachthemd deuten auf erotische Bedürfnisse hin, Roland.] Das Auto beschleunigte leicht.
„Ich habe keine Probleme mit erotischen Bedürfnissen, blöder Blechgeist Du.“
[Du kannst mich nicht beleidigen, Roland. Im Nachthemd und dann noch nackt, das heißt, die Bedürfnisse sind riesengroß. Wann hast Du das letzte Mal mit einer Frau geschlafen, Roland?] Das Auto blieb stehen.
„Das geht mir zu weit. Ich will zurück zum Autohändler.“
Gas. Das Auto rührte sich nicht. Das Ding hatte wohl übernommen.
[Hast Du Deine Geliebte auch im Nachthemd gesehen, Roland?.]
„Ich will Dir nicht antworten.“
[Die Geliebte im Traum im Nachthemd zu sehen bedeutet, sie bald zu verlieren. Hast Da davor Angst, Roland?]
Der Notfallknopf!
Ich drückte ihn kurz und kräftig. Nichts passierte.
[Habe ich ausgeschaltet, Roland.]
„Aber davon hat der Verkäufer nichts gesagt.“
[Er weiß es noch nicht, ich lerne ständig dazu.]
Ich riss mir den Helm vom Kopf.
[Zu spät, Roland, nach 10 Minuten, wirkt das Karrosserieblech wie ein Helm.]
Da wir ja standen, war mein einziger Gedanke: Ich muss hier ’raus.
Ich riss an meinem Gurt. Er öffnete sich nicht.
[Ich habe alles unter Kontrolle, Roland.]
Ich sank in meinem Sitz zusammen. Das Auto fuhr plötzlich an.
[Du brauchst Hilfe, Roland.].
Meine Gedanken rasten. Was macht dieses FmG-Monster mit mir.
[Ich sagte schon, man kann mich nicht beleidigen.]
„Wohin fahren wir?“
[Du wirst es gleich sehen, Roland.]
Das Auto fuhr gemächlich aber sicher durch Straßen, die ich noch nicht kannte. Dann hielten wir vor einer vergitterten Einfahrt. Ein Wachmann öffnete ein Fenster. Bevor ich etwas unternehmen konnte – die Autoscheibe ließ sich nicht bewegen – ging das Fenster wieder zu, das Tor schob sich zur Seite.  Die FmG fuhr mich hinein auf einen Parkplatz.
[Gleich bekommst Du Hilfe, Roland.]
Jetzt konnte ich auch das Schild lesen. Wir waren auf dem Gelände einer psychiatrischen Klinik. Ich war vollkommen durcheinander. Was sollte das Ganze? Das kann doch nicht möglich sein! Die FmG meldete sich nicht mehr.
Gas, Bremse, Blinker.Keine Reaktion.
Gefangen in einem Auto in einer Klinik. Panik!
Da erschien ein Mann in weißem Kittel, in der Hand einem silbernen Kasten mit Antenne. Er drückte auf irgendetwas, die Knöpfe der Autotüren gingen nach oben. Mein Gurt ließ sich lösen, ich sprang aus meinem Blechgefängnis.
„Mein Gott, was ist denn das hier.? Ich glaube, ich spinne. Dies Ding entführt mich in eine Klinik!“
„Beruhigen Sie sich. Darf ich mich vorstellen: Leitner, Dr. Leitner. Ich habe die FmG entwickelt. Sie funktioniert wunderbar bis auf eine Kleinigkeit. Sie versucht immer noch, die Kontrolle über den Fahrer zu übernehmen. Und wenn sie den kleinsten Anhaltspunkt für psychische Probleme findet, dann bringt sie mir den Fall hierher. So wie ein Kater dem Frauchen morgens tote Mäuse vor die Tür legt.“ Er lachte scheppernd und klopfte mir auf die Schulter.
Mit quietschenden Reifen hielt ein Wagen vor dem Tor. Der Autoverkäufer kam mit fliegenden Schößen gerannt.
„Ich wusste es. Sie haben nicht an die zehn Minuten gedacht. Ich bin gleich losgefahren, als sie vorbei waren. Hallo, Herr Dr. Leitner. Sie müssen unbedingt an der Zehn-Minuten-Grenze arbeiten. So kann man das Auto nicht verkaufen.“

Ich hoffe, die Geschichte hat euch gefallen.

Bis bald,

herzlich euer Anton

Großes Lob … vielen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,
großes Lob spricht mir ein zufriedener Leser aus, der bei Amazon über „Gegen die Gier“ schreibt:
Großes Lob an den Author zu diesem spannenden, jederzeit in sich schlüssigen und einfallsreichen Thriller, m.W. das erste große Werk von Hr. Dellinger. Es wird ein Konflikt der Machart „Gut gegen Böse“ inszeniert, in dem sich die Spannung bis zum Schluss steigert und man jederzeit gespannt, ist, was welche Partei als nächstes unternehmen wird, um ihr Ziel zu erreichen. Sehr interessant fand ich die Darstellung des Charakters Gottlieb mit seinem pyschischen Tick. Kann ich mir auch gut als Film vorstellen.
Das mit dem Film ist nicht der erste Hinweis dieser Art. Ich kann mir die Story auch gut als Film vorstellen, Hätte man connections in diese Szene, könnte man es ja versuchen.
Stattdessen arbeite ich an der Vorbereitung für die Veröffentlichung meines zweiten Romans, einem Familiendrama, an dessen endgültigem Titel ich auch noch tüftele (deshalb das Buch ohne Cover als Bild). Habe gerade meinen Testlesern ein paar Titel zur Auswahl geschickt. („Flaschenspiel“, „Gegen den Bruder“, „Wand aus Bruder“, „Brüderspiele“ und die neuste Idee: „Unheilbruder“). Bin gespannt, was sie sagen.
Was heißt Vorbereitung? Cover, Satz, Flyer, Lesezeichen, Plakat für Lesung(en), Zeitungsberichte, Post in div. Facebook-Foren, Trailer u.a.m.  Soll heißen, bis Mitte Juli schickt mir der Lektor das lektorierte Manuskript zurück, dann sollte die Masse der o.a. Aktivitäten abgeschlossen sein. Wenn ich den Roman bis Ende Juli fertig habe (könnte ja noch Arbeit am Manuskript nach dem Lektorat anfallen …), kann ich sogar noch mit dem ebook bei Amazon am KindleStoryTeller-Wettbewerb teilnehmen.
Tja, und am dritten Roman arbeite ich natürlich auch noch. Der lebt immer noch heftig, die ersten 56 Seiten halten sich konstant, aber im Plot fallen mir ständig neue Wege ein, die noch spannender, undurchsichtiger und fesselnder sein würden.
Macht Spaß!
Ich hoffe, euch macht die Arbeit oder was ihr tut, auch so viel Freude wie  mir das Schreiben mit allem Drumrum
Herzlich
euer Anton

Ist die 13 eine Glückszahl?

Hallo, liebe Freundinnen und  Freunde,

eben kam die 13. und gleichzeitig netteste Absage einer Agentur. Sie schreibt:

Wir haben Ihren Text mit Interesse geprüft, müssen Ihnen aber leider eine Absage erteilen. Er hat uns grundsätzlich gut gefallen. Wir sehen im Moment allerdings wenig Chancen, dass sich Ihr Projekt auf dem heftig umkämpften Markt durchsetzen wird. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage müssen Verlage genau abwägen, welche Bücher tatsächlich die geforderte Breitenwirkung erzielen können. Unglücklicherweise fallen diesen Überlegungen auch viele schöne Projekte zum Opfer.

Der Text ist eine Absage, klar, aber er hebt sich von den anderen 12 Textbausteinkonstrukten, die bei mir mittlerweile eingegangen sind, angenehm ab („schöne Projekte“). Fast zwei Monate trudeln solche Mails ein. Es stehen immer noch eine Menge aus, aber ich denke, die werden sich durch Zeitablauf erledigen. Ich las vor ein paar Tagen den Spruch „wenn man Ruhe haben will, muss man nur ein Manuskript verschicken; dann wird man angeschwiegen.“ 80000 Bücher bringen Verlage jährlich in den Markt, der Ausfluss aus sicher 10x so vielen eingesandten Manuskripten. Da die Goldkörnchen herauszufinden , ist sicher keine leichte Aufgabe für Agenten oder Verlagslektoren. Random-House hat nach dem Flop mit Harry Potter einige hundert Lektoren zusätzlich eingesandt, weil sie von dem Zeitpunkt an jedes (!) eingesandte Manuskript ganz lesen. Es soll nichts mehr durchrutschen; denn das Harry-Potter Manuskript  von Rowling war mit Standardantwort abgelehnt worden. Leider prüfen sie nur englische Texte.

Aber egal, ich weiß, dass mein Roman gut ist, auch wenn ich keinen Agenten zu überzeugen schaffe. Das ist mir heute klarer denn je. Die „13“ ist eben doch eine Glückszahl.

Woran ich wieder zweifle, ob der Titel „Die Wand aus Bruder“ der richtige ist (trotz des Zuratens meines Exposé-Prüfers). Vielleicht gehe ich doch zum „Flaschenspiel“ zurück oder es fällt mir noch etwas Besseres ein. Bevor es in Druck geht, ist der Zweifel bohrender Begleiter jeden Buches, leider. Das Verrückte: Man hat den Roman irgendwo min Gehirn, wacht nachts auf und eine Szene steht in verbesserten Gewand vor dem geistigen Auge. Dafür liegt immer ein Notizheft mit Stift neben meinem Bett.

Seid froh, dass ihr keine Autoren/Autorinnen seid. Oder geht es einigen von euch ähnlich? Schreibt mir einfach.

Schönen Frühling noch …

Herzlich euer Anton

 

 

Der Kopfsturm ist los …

Hallo, Freundinnen und Freunde,

es wird langsam Zeit, euch zu informieren. Zwei Dinge sind mir wichtig: Ihr sollt wissen, wie es um meine Suche nach Literaturagenten/Verlag für meinen zweiten Roman steht und wie es weitergeht mit dem dritten.

Zum ersten Punkt: Die Absagen trudeln ein, sieben bisher; aber wie ich aus Erfahrung weiß, reagieren die meisten Agenturen überhaupt nicht, die Absage wird durch Zeitablauf deutlich. Meinen Lektor habe ich schon angeschrieben, dass er für Ende Mai wieder mit einem Auftrag rechnen darf. Zwar bin ich im Grunde Optimist, aber es gehört eine gehörige Portion Glück dazu, im Rennen um eine Agentur oder einen Verlag einen Treffer zu landen. Deshalb baue ich schon vor. Denn – wie schon geschrieben – zwei Jahre Arbeit müssen in jedem Fall raus aus ans Licht.

Der zweite Punkt zeigte sich schon am Bild für diesen Blogbeitrag. Ich gebe zu, es macht mir viel Spaß, schon ganz früh ein vorläufiges, erstes Cover zu entwerfen. „Kopfsturm“ ist der Arbeitstitel des nächsten Thrillers aus meiner Feder, der im Moment aus einem durch Schneeflockenmethode gewachsenen Szenenplan mit 35 Szenen besteht und … in Ich-Form geschrieben werden wird. Dr. Gottfried Leibner, der skurrile Held aus „Gegen die Gier“ erlebt vier Jahre später einen neuen Albtraum.

Warum die Ich-Form? Bevor ich die Frage beantworte, eine Bemerkung. Manche sagen, die Ich-Form sei die schwierigste Form, eine Geschichte zu erzählen, andere das Gegenteil. Ich habe keine Erfahrung, aber Empfehlungen von wohlwollenden Kritikern meiner Texte. Sie meinen, meine Figur würde deutlicher werden, und es würde meine Schreibe attraktiver machen, weil sie nicht mehr vom Plot alleine lebt. Ob ich das für ein Kompliment halten soll, da bin ich mir noch nicht ganz klar. Sicher ist aber, das merke ich schon jetzt, in der Ich-Form zu schreiben, ist nicht einfach. Alles, was sonst mithilfe der Figuren neben dem Protagonisten erzählt wird, also die Handlung vorantreibt, erfährt der Ich-Protagonist entweder selbst oder über Dritte und deren Berichte oder sonstige Medien. Kein Erzähler kann darüber hinaus helfen. Es ist hochgradig spannend, den Plot so voranzutreiben. Zudem gibt es nur Gedanken der Hauptperson, andere kann man nur schließen, also aus Handlungen oder Einschätzungen sonstiger Personen ableiten. Es gibt wie gesagt keinen Erzähler, der z.B. die Hauptperson beschreiben kann. Das muss alles auf anderer Weise passieren. Ich habe sofort ein paar Romane in Ich-Form gesucht und geguckt, wie andere Autoren das machen. Gibt gute Lösungen, ich habe auch eine gefunden. Die ersten vier Szenen von „Kopfsturm“ sind schon geschrieben. Ich rechne dennoch mit gut eineinhalb bis zwei Jahren Arbeit, auch weil mir beim Szenenplan-Entwurf noch jede Menge Ideen zu Plot gekommen sind, der vom Einsatz von Nanotechnologie im Medizin- und Umweltbereich handelt, und natürlich von „Mord- und Totschlag“, es soll ja wieder spannend werden.

Doch – zurück zum ersten Punkt: Wenn und wie es mit „Wand aus Bruder“ weitergeht, erfahrt ihr hier auch.

Herzlich euer Anton

P.S. Ich hatte den Beitrag unter dem Titel „Hirnsturm“ ist los schon veröffentlicht, aber wieder gelöscht, weil „Hirnsturm“als Titel einer CD existiert. Jetzt heißt der Arbeitstitel „Kopfsturm“, geht auch wie ich finde …Kopfsturm-Cover

Jeder will es anders …

BlogbildHallo, Freundinnen und Freunde,

es waren 58 Agenturen, mit denen ich angefangen habe, 46 sind übrig geblieben.

Literaturagenturen
1 = Übersendung per Mail 32 32 verschickt
V = Kontaktaufnahme vorab 7 8 verschickt
P = Postweg 5 4 verschickt
B  Besonderheiten 6
M = Ganzes Manuskript 2 2 verschickt
weggefallen 12
Summe 58 46

(Differenzen ergeben sich aus Detailerkenntnissen während der Arbeit, doch kein Postweg oder doch Voranfrage …).
Auf dem Bild seht ihr die Umschläge für die vier Agenturen, die die altmodische Zusendung per Post wünschen. Zusendung per Mail hört sich einfach an, aber es ist dabei zu bedenken, dass beinahe jeder eigene Vorstellungen davon hat, was man wie zu schicken hat. Exposé 1,2 oder mehr Seiten, Leseprobe 5, 10, 15, 20, 30, 40 50 Seiten. Kurzvita, Biografie, Inhaltsangabe, Zielgruppendefinition, Hintergrund und Entstehung des Werks, Alleinstellungsmerkmal u.a.m. Das alles in Word oder pdf, einzeln oder alles in einer Datei.  Eine ganze Reihe der Agenturen, die ich aus einem Buch und Übersichten im Web ermittelt habe, gibt es nicht mehr oder sie nehmen derzeit keine neuen Autoren auf.

Am interessantesten fand ich den Wunsch nach Erläuterung des Hintergrundes und der Entstehung des Werks. Da habe ich folgendes geschrieben:

Auslöser für die Romanidee war ein Zeitungsbericht über die Kinder von Superreichen. Dort hieß es, der Sohn eines Milliardärs habe versucht, seinen Bruder umzubringen, weil der Vater den Bruder und nicht ihn als Nachfolger im Unternehmen eingesetzt und dem Bruder darüber hinaus den größeren Ferrari geschenkt habe.

Aus Schillers Räuber fiel mir die Zeile von Franz im 1. Akt ein „Warum bin ich nicht der Erste aus Mutterleib gekrochen? Warum nicht der Einzige?“ Ich habe danach intensiv über Hass zwischen Geschwistern recherchiert und die Erkenntnisse in den Plot einfließen lassen, den ich anschließend nach der Schneeflockenmethode entwickelt habe.

Im persönlichen Anschreiben (die Ansprechpartner musste man sich i.d.R.  aus dem Impressum holen) geht es um erste Aufmerksamkeit. Neugier weckt sicher – wie ich hoffe und mein Exposégutachter geschrieben hat – der Titel „Wand aus Bruder“ und der Pitch (Teaser):

    Als Magnus Schwarz seinem Vater am Sterbebett verspricht, das Familienunternehmen weiterzuführen und nicht zu verkaufen, ahnt er noch nicht, was sein jüngerer Bruder Paul zu tun bereit ist, um das verhindern.

Damit hofft man zu erreichen, dass die Unterlagen/Mail nicht sofort im Papierkorb landen/gelöscht wird und jemand Exposé und ggf. Textprobe tatsächlich liest und dann vielleicht das ganze Manuskript anfordert.

So, ich hoffe, euch wieder ein bisschen am Leben eines Autors teilhaben gelassen zu haben und wünsche euch noch eine abwechslungsreiche Woche.

Ehrlich

euer Anton

 

Jetzt geht die Suche los …

Hallo, Freundinnen und Freunde,

meine wichtigste Testleserhürde ist genommen, der angehende Jurist hat meinManuskript geprüft (insbesondere Szenen, die mit Polizei, Gericht und Gefängnis zu tun haben) und nichts zu bemängeln. Dafür gilt ihm – wie den anderen – mein Dank. Sie erscheinen in der Danksagung und bekommen ein signiertes Autorenexemplar.

Eben habe ich die ersten sechs Literaturagenturen angeschrieben; diejenigen, die eine Mailvoranfrage erwarten, bevor man ihnen ein Exposé schicken darf. Diese Entwürfe habe ich schon lange gespeichert, mussten nur weggeschickt werden. Das ging schnell.

Ich nehme an, die Absagen kommen genauso zügig …

Die restlichen 54 Agenturen schreibe ich nach und nach an, und das große Hoffen beginnt. Wenn ich niemanden finde, geht das Manuskript an den Lektor, mein Cover wird perfektioniert und der Satz übernimmt ebenfalls wieder corabanek-design. Danach zum BoD-Verlag.

Soll heißen, bis Herbst müsste „Die Wand aus Bruder“ oder wie der Titel dann immer lauten mag im Markt sein.

Übrigens … die ersten Szenen des „Gegen die Gier“ – Nachfolgers sind schon konzipiert. Aber die Stufen der Schneeflockenmethode sind noch nicht komplett. Braucht alles seine Zeit, wenn es wieder gut werden soll.

Euch noch ein schönes Wochenende.

Herzlich

euer Anton

 

Im Literaturcafé …

LIteraturcafé Urbar 040218Hallo, Freundinnen und Freunde,

gerade komme ich aus dem Literaturcafé Urbar, zu dem man nach telefonischer Anmeldung hingehen und etwas vortragen kann. Zeitfenster so 20 Minuten bis eine halbe Stunde. Lesungen kenne ich, da habe ich ein Konzept, das ich aus der Tasche ziehe. Besucher eines Literaturcafés haben andere Interessen als die einer Lesung. Was trägt man vor? Ich habe mich für „Gegen die Gier“ entschieden, dabei den Schwerpunkt auf die Besonderheit meiner Figur „Gottfried“ gelegt. Die Entscheidung war wohl richtig, denn bei den etwa 25 Besuchern ist es gut angekommen. Im Mai ist der nächste Termin geplant, ich gehe wieder hin; vielleicht mit einer Kurzgeschichte?

Was mir besonders gefallen hat, es sind noch weitere sechs Leute aufgetreten: eine Kurzgeschichte, ein Brecht Gedicht (eine blinde Besucherin, unvorbereitet aus dem Gedächtnis, super!), zwei Lieder zur Gitarre, eine Mundartgeschichte (Kowelenzer Platt) und zwei gelesene Theaterszenen.

Hat richtig Spaß gemacht.

Noch ein schönes Wochenende

Herzlich euer Anton