Warum drei Exemplare?

Hallo, Freunde,

drei Exemplare von „Gegen die Gier“ hat der Buchhändler in sein Schaufenster getan.  Warum drei Exemplare und nicht nur eins? Das erregt Aufmerksamkeit und Neugier, vermute ich. Mich freut es natürlich. Aber es ist auch Ansporn, das nächste Manuskript voranzutreiben. (Allein die Vorstellung ein Schild „Hier gibt es den neuen Dellinger“ im Fenster zu sehen). Ich sitze täglich dran, an dem neuen Dellinger. Ihr wisst ja schon „Gegen die Gewalt“ soll er heißen. Die Story steht eigentlich schon einige Zeit. An den Figuren und dem Plot feile ich ständig und irgendwie ist das Buch jetzt schon zu lang (340 Seiten im Entwurf, das sind gesetzt knapp unter 400, was ich für zuviel halte). Kürzen tut weh, richtig weh. Man muss lieb gewonnenes Geschriebenes durchstreichen, löschen, wegwerfen. Dabei findet man sein eigenes Wörtergetüm natürlich überhaupt nicht des Wegwerfens würdig. Wenn man nicht darin verliebt wäre, würde man nicht schreiben können. Noch hat es ja niemand anderer gelesen. Bevor es in den eigenen Augen nicht perfekt ist, gibt man es nur sehr ungern an Testleser. Zweifel über die eigenen Qualität lassen einen auch nicht mehr los.

Bestes Mittel – wenn man es schafft – ein, zwei Wochen nicht ansehen und dann erneut versuchen, zu kürzen. Meistens geht es dann recht gut.

… aber die 340 Seiten sind auch schon durch Kürzen entstanden. Ich muss also noch einmal zwei Wochen pausieren. Kann ja Flyer verteilen (der selfpublisher ist sein eigener Marketing-Chef) oder die Lesung am 24. September in Niederkassel im „Hofcafé 7. Himmel“ vorbereiten oder, oder … Mir fällt schon was ein.

Bis bald.

Herzlich

Euer Anton

Danke, fill (?) ! Sorry, Herr Schmidt!

Hallo, Freundinnen und Freunde,

ein  „Danke“ und ein „Sorry“ sind angebracht. Das „Danke „gilt einem Leser namens „fill“, der mein Buch bei amazon gekauft hat und wie folgt rezensiert:

Dass der Protagonist Gottfried Wilhelm Leibner in Anton Dellingers Wirtschaftsthriller „Gegen die Gier“ fast den Namen des großen Gelehrten Leibniz trägt, ist kein Zufall. Leibniz spielt eine Rolle. Gottfried Leibner ist Physiker und hat einen genialen Weg gefunden, das Weltenergieproblem zu mindern oder zu lösen, was den strategischen Plänen eines Großkonzerns zuwiderläuft. Eine merkwürdige Sucht und erstaunliche aber grenzwertige Fähigkeit Gottfrieds, die im Zusammenhang mit Leibniz steht, liefert seinen Widersachern den Ansatzpunkt ihn als dissoziativ gestörte Persönlichkeit in eine Heilanstalt zu stecken.
Die Story ist zeitgemäß und glaubhaft, die aktuellen Geschehnisse lassen sie noch an Realitätsnähe gewinnen. Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, insbesondere scheint immer wieder eine feine Ironie durch. Die Akteure sind gut und glaubhaft herausgearbeitet und erzeugen beim Leser, wie gewünscht Sympathie oder Antipathie. Die Spannung baut sich gut auf. Ich habe das Buch in vier Schüben gelesen und war immer gespannt wie es weitergeht. Das Finale ist schlüssig und nachvollziehbar. Der überraschend positive Ausgang ist durch eine raffinierte und völlig unerwartet Wendung einer Nebenfigur möglich.
Resümee: 338 Seiten gute und empfehlenswerte Unterhaltung.

Mehr als „Danke“ kann ich zu dem Text und den 5 Sternen nicht sagen …

Da ich gerade aus dem Urlaub zurück bin (traumhafte Mittelmeerkreuzfahrt), also erholt und ausgeruht bin, steigt die Zufriedenheit noch ein bisschen mehr, wenn man so etwas lesen darf.

Und dafür das „Sorry“: Ortsbuchhändler Schmidt „schmollte“ mich leicht an, dass ich das Logo des Wettbewerbers (Kolibri) hier gezeigt habe und seines nicht. Das hole ich jetzt nach – ohne schlechtes Gewissen – ich hatte nämlich kein Logo, das ich hätte zeigen können. Hier ist es jetzt (siehe Bild). Gut sortierter Laden mit kompetentem Inhaber, der den Schwerpunkt zum Buchhandel hin zu verlagern scheint.

Herzlich

Euer Anton

 

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen …

Hallo, zusammen,

die Kolibri- Buchhandlung in Vallendar vertreibt mein Buch „Gegen die Gier“ jetzt auch. Die Buchhandlung Schmidt tut dies seit zwei Wochen. Das Publikum in Vallendar ist überwiegend schon eher älter und hat es nicht so mit Internet. Da ist es schön, dass jetzt beide Ortsbuchhandlungen mein Buch gedruckt anbieten.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber es ernährt sich.

Schönes, nicht zu heißes Wochenende euch allen, möglichst ohne Gewitter und Starkregen

Herzlich
Euer Anton

 

 

 

Hürden sind dazu da, genommen zu werden …

Hallo, zusammen,

Hürden sind ständige Begleiter des Schreibenden. Sie entstehen u.a. durch Fehler, Zweifel oder Neugier.

Hürden durch Fehler erkennt man, in dem man plötzlich feststellt, dass in der Handlung etwas passiert, das so nicht passieren kann, weil man vergessen hat, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Oder die richtigen Voraussetzungen zu schaffen, die zur Handlung passen. Beispiel: eine Figur springt leichtfüßig eine Treppe hoch, die man vorher mühsam als übergewichtig, faul, fett oder ähnlich entwickelt hat. -> also Treppenszene weglassen oder Figur abspecken, je nachdem, was, wann und wo wichtig ist oder werden könnte. Denn der Text lebt, bis man ihn für den Druck gesetzt hat und die Datei nicht weg ist.

Hürden durch Zweifel: Z.B. Die Handlung spielt in der Zukunft, man lässt die Figur ein technisches Gerät nutzen, das man selbst erfunden hat. Dann kommen Zweifel auf, geht das? Könnte das gehen? Warum kann das nicht funktionieren. -> Lösung: Gerät umkonstruierten, recherchieren oder weglassen.
Zweifel entstehen auch, wenn man sich plötzlich fragen muss, ist diese oder jene Szene nötig oder bläht sie nur den Text auf? Man möchte seine Leser ja nicht langweilen. -> Lösung, schwierige Nachdenkphase, die bis zur Streichung oder völligem Umbau führen kann

Hürden durch Neugier: Eine interessante Hürde, sie stellt sich zwischen den Autor und das Buch, wenn ihn auf einmal eine tolle Idee überfällt. Was wäre, wenn die Figur völlig anders handelt, als man sie ausgelegt hat? Ein lethargischer Mittfünfziger nicht auf den Ruhestand hin lebt, in dem er das Böse trifft, sondern irgendwoher Energie schöpft und auswandert. So der Geschichte eine völlig neue Wendung gibt und jede Menge neue Varianten für den Plot entstehen lässt. Was könnte da noch Heiteres/Schönes/Grausames/Unerwartetes/Ergreifendes … passieren, je nach Genre? Da man als Autor ja ein Ideenproduktionsroboter sein muss, fallen einem jede Menge neue Dinge ein, die – und das ist die Hürde – richtig Spaß machen (man ist ja Herr und Schöpfer des Plot-Universums) aber von der ursprünglichen Arbeit abhalten. Lösung? Ich kenne keine, die funktioniert; denn diese Neugier lässt den Schreibenden auch gute Wendungen finden, führt ihn weiter zu seinem Ziel. Kleine Hilfe gegen solche Verzettelungsgefahr ist für mich -> leeres Dokument, Idee skizzieren und den Kasten/Ordner „Vielleicht noch zu gebrauchen“ legen. In diesem Ordner habe ich im Moment etwa 6-7 Plotideen, die ich jede einzelne sofort anfangen könnte, teilweise sind sie schon in Schneeflockenstufe 7 oder 8. (siehe früherer Beitrag im Blog). Aber, täte ich das, würde mein „Gegen die Gewalt“ (ich bin wieder bei dem Titel gelandet 🙂 ) nie fertig und das soll nicht sein. ich möchte in 6-9 Monaten abschließen. Momentan 330 Seiten Entwurf …

Mehr Typen von Hürden möchte ich nicht schildern; es gibt sicher noch ganz profane wie keine Zeit, kein Geld, keine Lust, Wichtigeres als Schreiben (z.B. Partnerin, Kinder, Enkel, Geld verdienen …). Die kann sich aber sicher jeder von euch selbst vorstellen. Ich wollte die spezifischen für das Schreiben ein wenig schildern.

Am Ende soll nicht unerwähnt bleiben, welch tolles Gefühl es ist, eine Hürde genommen zu haben. Das Gefühl hält meist nicht lange vor, denn – die nächste Hürde kommt bestimmt.

 

Herzlichst

Euer Anton

 

Es läuft an …

Hallo, zusammen,

 

mein früherer Arbeitgeber Telekom/T-Systems hat eine Mitarbeiterzeitschrift für Ehemalige. Der dortige Redakteur wird in der nächsten Ausgabe (Ende Juli, Anfang August) einen Bericht über mich bringen. Hat meinen Entwurf 1:1 übernommen. Journalisten muss man immer die Arbeit so einfach wie möglich machen. Und dran bleiben, wenn sie nicht reagieren, sagt meine Tochter, die da Erfahrung hat.

Eben habe ich den Verkauf meines Buches im örtlichen Buchladen Vallendar fest vereinbart und die erste Sendung bestellt. ( Fast hätte ich geschrieben ‚meiner Bücher‘, weil ‚Gegen die Gewalt‘ mich im Moment total belegt ; aber es wird noch dauern … )

Ich bin sehr gespannt, ob da wirklich was geht.

Natürlich halte ich euch auf dem Laufenden. Auch zu den Hürden, die sich mitten in der Entstehung eines Buches plötzlich auftun, wenn man schon gemeint hat, alles sei klar und liefe wie von selbst.

Bis bald

Euer Anton

 

Es ist ein Kreuz …

Hallo, liebe Freundinnen und Freunde,

 

heute wieder eine kleine Geschichte aus dem Leben meines ersten Buches.

Es ist ein Kreuz mit den Lektoren: Meine Liebste, von Haus aus Lehrerin, hat mein Buch erst jetzt, da es gedruckt vorliegt, ganz gelesen und … Fehler gefunden, die der – hoch bezahlte – Lektor übersehen hat. Solche die einem wehtun, wenn man sie sieht. Klar, letztlich habe ich  die Fehler gemacht, geschrieben und trotz häufigstem Lesen übersehen. Eine Erklärung, keine Entschuldigung. Aber genau deswegen, weil man selbst einfach nicht mehr richtig liest, vor allem genau liest – das Hirn weiß ja, was da kommen soll – deshalb ist der Lektor da. Beim nächsten Buch nehme ich einen anderen.

Also ist mein Werk wieder in der Überarbeitung bei CreateSpace. Die nehmen es dann für etwa 24 Stunden aus dem Handel; bei amazon gibt es dann nur das eBook und es erscheint „Nicht verfügbar, es ist nicht bekannt, wann das Buch wieder verfügbar sein wird“ beim Taschenbuch. Man konnte es also gar nicht mehr bestellen. Das war beim letzten Mal so.

Aber sie scheinen etwas geändert zum haben. Jetzt steht da „Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Wochen„. es ist also noch bestellbar. UPDATE: Jetzt ist es für einen höheren Preis über amazon.UK beziehbar. Weiß der Himmel warum das jetzt so ist, aber es ist in jedem Fall besser als die vorherige Meldung. Außerdem haben sie aus unerfindlichen Gründen meinen Preis für das eBook abhängig vom Dollar-Kurs gemacht, kostet jetzt plötzlich krumme 5,08€ statt 4,99€. Ich habe es wieder geändert, wird bald wieder den alten Preis kosten. Es ist ein Kreuz …

Noch eine schöne Information zu „Gegen die Gier“: Meine örtlichen Werbemaßnahmen scheinen zu greifen. Einer der Buchläden hier in Vallendar will es verkaufen, es ist Nachfrage da. Der Händler hat mich angemailt und wir haben das abgesprochen. Jetzt steht ein Exemplar  an der Kasse mit dem Hinweis: „Demnächst hier zu haben“.

Macht schon ein bisschen stolz …

Herzlich

Euer Anton

 

P.S. … ach ja, das eigenartige Bild? Das bin ich im bodennahen Bereich, ein ganz altes Foto, das meine Tochter von meinen Laufschuhen mit mir drin gemacht hat … Laufen ist gut für die Gesundheit, aber auch für einen freien Kopf, den man für Ideen benötigt. Ich laufe seit 36 Jahren jeden Tag, seit etwa 1 1/2 Jahren nur noch 5x die Woche (Prof. Froböse, Sportprofessor in Köln empfiehlt wöchentlich zwei Tage Ruhe , wenn man über 40 ist 🙂 ).

Ein bisschen Lob muss sein …

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

jetzt habe ich es auch einmal mit einem Video versucht. Ist nicht so einfach wie es immer bei andern aussieht. Eigenwerbung ist schließlich für einen Selfpublisher wie mich überlebensnotwendig. Ich hoffe, es sieht nicht zu amateurhaft aus; andererseits versuche ich gar nicht erst, wie ein Film-Profi oder Schauspieler zu wirken – es würde vermutlich wenig nützen. Zudem möchte ich schreiben und nicht Theater spielen …

Alles muss man aber nicht allein machen – ich lobe mich deshalb nicht selbst, sondern beziehe mich auf eine Rezension meines Buches (Komplett nachzulesen bei amazon).

Über diesen link gelangt ihr zu dem Video:

https://www.dropbox.com/s/v2lvmvr0jyvwcuc/Gegen%20die%20Gier%20Rezension.MOV?dl=0

Herzlichst

Euer Anton

gegendiegewalt oder gegendenhass ?

Hallo,

ich will euch ja an einer Buchentstehung teilhaben lassen, nicht nur über Marketing meines Erstlings reden.
Die Überschrift – das sind die beiden Titelideen, die ich für mein neues Projekt hatte/habe. Vielleicht schreibe ich auch in ganz üblicher Weise?  Für gegendiegewalt habe ich sogar schon ein tolles Cover von meiner Lieblingsdesignerin Cora Banek (corabanek design), s. Bild.. Leider hat sich im Verlauf des Gebärens des Plots der Schwerpunkt in Richtung Hass verlagert. Da gibt es dann wohl die schöne Aufgabe, Kampf gegen Hass bildlich auszudrücken. Die Geschichte spielt im Deutschland des Jahres 2048, in dem es ca. 15 Mio Migranten leben, und beschreibt das Hochkämpfen eines Flüchtlingskindes, das halbtot am Mittelmeerstrand gerettet wird. Mehr verrate ich noch nicht über den Plot, der auch noch lebt. Er zuckt hier und dort hin. Hat schon die eine oder andere recht feste Ecke, andere schwimmen noch oder drohen wieder zu verschwinden. Der Entwicklungsprozess dieser Geschichte ist wie folgt abgelaufen: tolle Idee, schnelle Ausführung nach Schneeflocke, innerhalb von 6 Wochen hatte ich Szenenplan und einen ersten Entwurf. Den habe ich stolz meinem härtesten Testleser, meinem ältesten Sohn, präsentiert. Der hat ihn ähnlich behandelt wie „Gegen die Gier“, er war nur mäßig begeistert, ganz im Gegensatz zu mir. Er hat mir dann geraten, aus der Geschichte einen Mehrteiler zu machen. Ich habe tiefstens Luft geholt und die Geschichte neu grob so entworfen. Gefiel ihm, mir aber nach zwei Tagen überhaupt nicht mehr. Zurück auf „Anfang“. Ich habe die story hochgeworfen und nur etwa zwei Drittel wieder aufgefangen und arbeitete sie unter Weglassdruck neu auf. Da ich durch meinen Erstling einige Wochen nichts daran getan hatte, sehe ich jetzt sehr klar die Schwächen und schreibe wieder munter drauf los. Die Aufgabe ist aber noch lange nicht geschafft.

Noch mal zum Erstling, der etwas über eine Woche draußen ist. Kurzfassung: „Gut, dass ich nicht davon leben muss“, Langfassung: zähe Anlaufphase, ich prüfe und versuche alle Möglichkeiten des Eigenmarketing. Probiere jetzt auch eine Hörprobe und lerne, wie schwer das ist, und dass man etwas Profiwerkzeug benötigt (Gutes Mikro, Popschutz, Software). Ist im Zulauf, ich werde es euch noch via Facebook vorführen, wenn es „vorführbar „werden sollte. Ich verstehe jetzt, warum Hörbuchsprecher i.d.R. ausgebildete Schauspieler sind …

Jedenfalls ist Schriftstellerei was Tolles!

Herzlich

Euer Anton

… schon die 2. Auflage :-)

Ist natürlich ein Scherz. Aber tatsächlich habe ich beim Taschenbuch das Inhaltsverzeichnis einfügen müssen. Im eBook ist es von Anfang an drin. Beim Setzen des Taschenbuchs ist es irgendwie durchgerutscht. Fehler machen ist nicht schlimm, daraus nicht lernen ist es. Beim nächsten Buch passiert das mit Sicherheit nicht mehr.

Herzlich
Euer Anton