Acht Jahre … und noch nicht fertig 👩‍🦲

Hallo, liebe Freundinnen und Freunde,

mit dem neuen Jahr stellen sich neue Aufgaben … und alte. Unsicher, womit ich weitermache nach Tagen der Erholung (mit zuviel Plätzchen!), habe ich ein altes Projekt hervorgekramt, über das ich auch schon hier berichtet habe. „ZweiNullVierNeun – die Bewegung“, ein Politthriller, den ich im Jahre 2016 konzipiert hatte. Damals hieß er noch „Turmspringer“. Vor dem Hintergrund eines dystopischen Deutschlands im Jahr 2049 zeigt der Roman, wie tiefgehende Freundschaft durch Vorurteile und Missverständnisse zerstört werden kann. „Turmspringer“ war der erste Arbeitstitel, weil die beiden Helden des Romans ein Kindheitsgelübde verbindet. Der Christ (Daniel), und der Alevit (Lunis) wollen Blutsbrüderschaft schließen (angeregt duch Karl Mays Winnetou), doch die Eltern verbieten das Ritzen mit Messer rigoros. Da beschließen sie zu schwören, Hand in Hand von einem Turm zu springen, wenn Gott/Allah sie dazu aufforderte, um die Welt zu retten. Ich habe mich mit Muslimen über diese Bild unterhalten, sie fanden es gut. Wie gesagt 2016. Seitdem habe ich mehrer Fassungen des Romans erstellt und überarbeitet. Von anfangs fast 600 Seiten, sind es jetzt (je nach Schriftgröße) um die 350. Und ich bin immer noch nicht zufrieden. Die letzte Überarbeitung stammt von 2022, jetzt habe ich sie noch einmal ganz gelesen und stelle fest, dass ich an der Substanz nichts ändern muss, aber an der Form des Einstiegs in den Plot. Ich habe, so sagt meine Frau dazu, den Roman hoch geworfen und neu angefangen, den Anfang zu schreiben. Mein Fehler bisher war, dass ich einfach zu viel glaubte, an Informationen unterbringen zu müssen, bevor die eigentliche Handlung beginnt. Dabei hatte ich schon unter dieser Prämisse überarbeitet, glaubte also, vieles richtig gemacht zu haben. Ein Irrtum.

Ein Weg, sich das Geschriebene näher zu bringen, also das selbst verfasste, ist, es laut und langsam zu lesen. Hatte ich auch schon als Empfehlung zur Fehlerkorrektur gehört und auch praktiziert. Bei einem Text, den man jahrelang nicht gesehen hat, scheint es besonders hilfreich uzu sein.

Insoweit habe ich jetzt, meinen Nachfolger von „Meine vertauschten Brüder“ halb fertig zur Seite gelegt – da hänge ich etwas im Plot – und schraube an „ZweiNullVierNeun“ bis zu einem höheren Grad der Zufriedenheit. Meine Ideen für ein Titelbild gehen auch wieder zu den Ursprüngen zurück (s. Foto). Mal sehen, wie lange es noch dauert … Hoffentlich nicht zu lange, dann wird vielleich „ZweiNullFünfNeune“ draus.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und weiter eine gute Zeit.

Herzlich

euer Anton

Gut performt …

Liebe Freundinnen und Freunde,

die 1. Koblenzer Buchmesse war ein Erfolg – für Austellerinnen und Aussteller wie für die Besucher. Alle waren zufrieden.

An meinem Stand habe ich mit meinem Team erfolgreich gewirkt, dem Ansturm getrotzt und viele Bücher an Mann oder Frau gebracht. Mein jüngster Sohn hat sich dabei als Vertriebstalent gezeigt. Mir schien, er hat viele Leute solange besabbelt, dass sie ein Buch kauften, nur damit er aufhört. Das Ganze aber locker und sympathisch. Man merkt, dass er beim Blick-Aktuell an der Kundenschnittstelle sitzt.

Ich habe eine Menge gute Gespräche mit der Leserschaft gehabt und neue Kontakte hergestellt. U.a. für das Erstellen von Hörbüchern und auch für eine Unterstützung bei der Übersetzung meines neuen Romans in Englisch. Am erstaunlichsten war aber die Besucherdichte. Vor dem Öffnen lange Schlangen am Eingang und tasgüber bis auf eine Delle zur Mittagszeit immer voll gefüllte Gänge. Ab 17Uhr ebbte es dann ab und der Abbau begann ab 17:30h.

Ein toller Tag, aber anstrengend. Ein paar Anregungen, wie man so einen kleinen Stand professioneller gestaltet, habe ich auch mitgenommen. In einem Jahr gibt es die Messe wieder. Anton Dellinger und sein Team werden wieder dabei sein – natürlich mit neuen Büchern …

Euch eine gute Zeit.

Herzlch euer Anton

Nach Frankfurt kommt Koblenz!

Hallo, Freundinnen und Freunde,

die Frankfurter Buchmesse ist vorbei, da kommt schon das nächste Messe-Highlight auf Leserinnen und Leser zu: Die 1. Koblenzer Buchmesse. Am 27. Oktober von 10-18 Uhr in der Rheinmoselhalle. 60 Aussteller und 10 Verlage zeigen, was sie zu bieten haben. Darüber hinaus finden 15 halbstündige Lesungen statt. Die wurden ausgelost, ich war leider nicht dabei. Aber natürlich stehe ich an Tisch 9 für Fragen, Gespräche, Signierungen zur Verfügung. Ihr könnt auch Bücher von mir erwerben, natürlich mit Messerabatt (wo möglich). Auch meinen neuern Roman (die Nr. 7) „Meine vertauschten Brüder“ habe ich dabei.

Was ihr sonst noch über die Veranstaltung wissen wollt, findet ihr auf

https://www.koblenzer-buchmesse.de

Also, ich würde mich freuen, einige von euch zu treffen. Gebt die Information gern weiter, damit noch mehr kommen. Die ersten 100 Besucher erhalten kostenlos ein Los. Um 11 Uhr werden 10 Sachpreise verlost. Ich weiß nicht, was sich dahinter verbirgt.

Last euch überraschen.

Bis nächsten Sonntag.

Herzlich euer Anton

Nr. 7 ist da!

Hallo, Freundinnen und Freunde,

hier ist meine 7. Veröffentlichung: „Meine vertauschten Brüder“, ein historischer Roman, der im England von Queen Victoria spielt.

In wenigen Tagen werden eBook und Taschenbuch verfügbar sein. Bei Amazon als eBook zuerst, die anderen nach und nach, die Verarbeitung dauert immer ein wenig. Das Taschenbuch dauert etwas länger, aber ich rechne nur mit höchstenseiner Woche.

Worum geht es in dem Roman?

Der Klappentext:

Auf dem Sterbebett offenbart die Haushälterin Anne ein dunkles Geheimnis: Cyrus, der Bruder der adligen Florence, ist nur ihr Halbbruder und damit nicht rechtmäßiger Erbe der Adelsfamilie Skinnerpick. Vor 23 Jahren hatte Anne das Kind von Lady Miriam mit ihrem eigenen Enkel vertauscht. Denn der Vater von Florence hatte Annes Tochter Kate Gewalt angetan, und Kate starb bei der Geburt. Die bis dahin hinter einem Netz aus Lügen verborgende Wahrheit droht, die Familie zu zerstören. Florence steht vor einer schweren Entscheidung: Soll sie das Geheimnis bewahren oder die Wahrheit ans Licht bringen? Was ist mit dem vertauschten Kind, dem rechtmäßigen Erben, geschehen?

Wie die Überschrift sagt handelt es sich um das 7. Werk aus meiner Feder. Vor einigen Jahren hatte ich mir mal 10 als Ziel gesetzt. Aber wenn es so weiter geht, werde ich wohl noch mehr schaffen …

ich wünsche jedenfalls Vergnügen bei der Lektüre meines ersten Romans mit einer Protagonistin und nur mit einigen wenigen Thrillerelementen, denn es geht mehr um Emotionen und das moralische Dilemma, in das Florence Skinnerpick durch die Beichte der Haushälterin gestürzt wird.

Euch eine gute Zeit.

Herzlich euer Anton

„Die erste Fassung ist immer Mist“ (Andreas Eschbach)

Hallo, Freundinnen und Freunde,

dass die erste Romanfassung immer Mist sei, hat Eschbach gesagt, Hemingway wohl auch. Ich stimme teilweise zu. Wenn ich meinen ersten Roman betrachte, würde ich die ersten 100 Seiten an einigen Stellen heute anders schreiben. So weit so gut. In der Schriftstellerei scheint es noch eine andere Weisheit zu geben: „Das erste Exposé ist immer Mist“. Bei meinem aktuellen Projekt („Ein Tropfen Angst“, Triller, Fortsetzung von „Kopfsturm“) habe ich schon 2021 mit Exposé und Leseprobe (vergeblich) versucht, eine Agentur zu finden. Bei meinem ersten historischen Roman gelang mir, nach ebenfalls erfolgloser Agentursuche mit geändertem Exposé einen Verlag zu finden. Deshalb habe ich mich, derzeit auf Antworten für die Verlagsanfragen bei meinem neuesten historischen Roman wartend („Meine vertauschten Brüder“), in die nächste Hängepartie begeben. So habe ich zunächst Verlage gesucht, die sich für meinen Roman „Ein Tropfen Angst“ interessieren könnten. Der Roman verbindet packende Thrillerelemente mit psychologischer Tiefe und moralischen Dilemmata. Er zeigt die zerstörerischen Auswirkungen von Rache, Erpressung und Schuld auf die menschliche Psyche. Nachdem ich diese Kurzcharakteristik gefunden hatte, befasste ich mich mit den einzureichenden Unterlagen; im Grunde wollen alle das Gleiche, allerdings immer anders strukturiert und „geschwerpunktet“. Da habe ich auf das Exposé – also das Verkaufspapier“ – zurückgreifen wollen, das ich schon 2021 für die Agentursuche gestrickt hatte. Und – ihr ahnt es – das war nicht so richtig gut. Kein Wunder, dass keine Agentur mich wollte. Ich hatte es nach den Regeln eines diesbezüglichen Seminars erstellt, aber ich erkenne erst jetzt, dass man Interesse mit mehr Emotionen wecken muss, als ich es da gelernt hatte. Hinzu kommt auch, dass ich das Manuskript mit 3 Jahren Abstand auch noch etwas überarbeitet habe. Deshalb die „Weisheit“ von oben, dass auch das erste Exposé eher Mist ist. Aber – frei nach Brecht – wer es nicht versucht, kriegt in jedem Fall keinen Vertrag.

Jetzt sind 11 Verlage mit neuem Exposé angeschrieben, und ich hoffe, dass es bei einem verfängt.

Was haltet ihr von dem Titelbild-Entwurf? Der gelbe ist der erste von 2021, der andere ist mit KI-Hilfe entstanden.

Ich wünsche euch eine gute Zeit und leichter zu lösende Aufagen als ich sie mir selbst zu stellen scheine.

Herzlich euer Anton

Was heißt es, wenn der Verlag dem Autor die Urheberrechte an seinem Roman zurückgibt?

Es heißt, dass sich der Roman nicht mehr oder nicht gut genug verkauft. Spricht aber auch für die Misere der Buchbranche und für den Niedergang kleiner Verlage. Bestände von Kleinverlagen, die wenig Umsatz haben, werden mittlerweile von den Großhändlern aus dem Programm geworfen. Aber auch in ihrer zu geringen Reichweite in der Werbung dürfte ein Grund liegen. 

Ist mir gerade mit meinem „Kopfsturm“ passiert. Zum 31.12.2024 nimmt der Südwestbuchverlag den Roman aus dem Programm und gibt mir die Urheberrechte zurück. Das waren also kurze 70 Jahre, so lange gilt ein solcher Vertrag üblicherweise. Schade, sehr schade. Was heißt das?  Überlegen, ob man den Roman selbst wieder im  Selfpublishing  herausbringt. Ich werde es tun, schon weil mir mein Titelbild besser gefällt als das, was der Verlag wollte (s. Foto). Und natürlich auch, weil der Roman das Ergebnis von ca. 1000 Std Arbeit ist, die sich nicht in Luft auflösen, weil sie wirtschaftlich nicht ankommt. „Gegen die Gier“ hat und behält somit eine Fortsetzung auch über den Jahreswechsel hinaus.

Restexemplare werden übrigens noch vom Südwestbuch-Verlag angeboten. 

Und auch bei mir. Auf der 1. Koblenzer Buchmesse am 27.10.24 und am 25./25.01.25 bei der Buchmesse Mittelrhein in Sayn werde ich vertreten sein.

Aber erst einmal einen schönen Herbst euch allen.

Euer Anton

Preissenkung eBooks !

Hallo, zusammen, ich habe zwei meiner eBooks im Preis gesenkt:

„Der Größenwahn des Dogen“ statt 6,99€ jetzt 4,99€ und

„Unheilbruder“ statt 4,99€ jetzt 2,99€.

Taschenbuchpreise leider unverändert, z.T. sind es vom Verlag festgesetzte Preise, zum Teil die von BoD „erzwungenen“ Preise, weil die Druckkosten für die Bücher sehr hoch sind.

Die Preissenkung bei Amazon ist schon sichtbar. Bei den anderen Online-Händler kann es noch dauern.

Herzlich euer Anton

Wer ist wer und wie und warum?

Hallo, Freundinnen und Freunde,

ich hatte versprochen, euch am Enstehen eines Romans teilhaben zu lassen. Heute zeige ich, wie man komplexe Figurenbeziehungen visualisiert:

Es geht um meinen Politthriller „ZweiNullVierNeun – Die Bewegung“, der lange geruht hat und jetzt an die Leserschaftsftront gebracht werden soll. Jede Figur ist durch ein Oval repräsentiert. Zwischen den Figuren gibt es Linien, die Beziehungen darstellen. Der Totenkopf zwischen Daniel und Lounis, den Hauptfiguren, kennzeichnet „Todfeindschaft“, das Herz zwischen Lena und Lounis steht für „Liebe“, so wie auch zwischen Harry und Pedro, was auch zeigt, dass beide schwul sind. Händedrucksymbol steht für „Freundschaft“; gekreuzte Schwerter bedeuten „Konkurrenz“ in irgendeiner Weise. Das Polizeilicht zwischen Harry und Lounis bedeutet „Überwachung“ (Harry ist Innenminister); Der Rettungsring zwischen Bernd und Lounis erzählt, dass Bernd den elfjährigen Lounis aus dem Mittelmeer gerettet hat. Für Geschäftsbeziehungen und für Religion gab es in dem Baukasten für die Figurenskizze kein Symbol, deshalb ausgeschrieben. „Stein“ ist Mitarbeiter beim Innenminister, Lavalle Parteivorsitzender. Die großen Kästen „Regierung“ und „Bewegung der Armen und Rechtlosen in Deutschland (BARD)“ zeigen die Gegensätze von Staat und Bewegung. Der Hauptkonflikt zwischen den ehemaligen Blutsbrüdern Lounis und Daniel findet innerhalb der BARD-Bewegung statt.

So eine Skizze dient dazu, nie den Überblick beim Schreiben zu verlieren. Man erstellt sie ganz am Anfang, aber wenn der Plot im Großen und Gamzen klar ist. Man weiß also, welche Geschichte wie stattfinden soll. Diese Skizze stammt in der ersten Fassung aus dem Jahre 2016, wie ich eben anhand der Dateiinformation festgestellt habe. Eine Figur heißt „Einäugiger“, die ist gerade im Lauf der Überarbeitung weggefallen. Sie stand zwar für einen interessanten Nebenschauplatz, aber er hätte – denke ich heute – mehr verwirrt als zur Geschichte beigetragen. So ein Romanentwurf lebt eben.

Wie ich schon schrieb, da kommt ein richtig spannender Thriller auf euch zu, der einer Welt spielt, die wir hoffentlich so nichjt erleben werden

Euch eine gute Zeit.

Herzlich euer Anton

Die drei nächsten …

Hallo, Freundinnen und Freunde,

heute gebe ich euch einen Zwischenstand über meine Arbeit mit den drei nächsten zur Veröffentlichung anstehenden Romanen. Das Foto zeigt Probedrucke, wie man sie nur für sich – quasi ohne Öffentlichkeit – erstellen lassen kann. Das mache ich auch, weil es ein anderes Gefühl ist, ein gedrucktes Buch in der Hand zu halten als die digitale Version. Nachdem ich zwei historische Romane über Venedig geschrieben hatte, habe ich einen ganz alten Plot von 2019 (Schattenbrüder) hervorgeholt und daraus „Meine vertauschten Brüder“ gemacht. Gmeiner hat ihn abgelehnt, weil er nicht in das Regionalkonzept passt. Das kann ich sogar nachvollziehen, nur zwei der knapp 300 historischen Romane im Programm spielen in England. OK, das ist so. Abgehakt. Also habe ich jetzt bei 15 Verlagen, die (auch) historische Romane herausgeben, das Manuskript meiner vertauschen Brüder eingereicht. Das bedeutet Warten auf Reaktion oder nach 3-6 Monaten ohne als „erledigt“ betrachten. Jeder Verlag – ich hatte das schon geschrieben – hat seine eigenen Anforderungen. Glaubt mir, das war richtig Arbeit. Aber ich hoffe, sie zahlt sich aus. Und nun, was macht man in der Wartezeit?

Ich habe noch zwei weitere fertige Manuskripte probegedruckt im Schrank stehen (s. Foto). EInes davon, „ZweiNullVierNeun!, Die Bewegung“ einen Politthriller, der im Jahre 2049 spielt, habe ich schon 2015 das erste Mal geplottet. Der Druck ist von 2020. Ich hatte ihn irgendwann einem bekannten Buchhändler zum Lesen gegeben. Der kam lang nicht dazu, aber gab ihn mir vorige Woche begeistert zurück. Als er angefangen hatte, konnte er ihn nicht mehr aus der Hand geben (440 Seiten). Das Manuskript werde ich jetzt als nächstes noch einmal durcharbeiten, mit den Augen und der Erfahrung von heute. Und dann versuche ich, einen Verlag zu finden. Bei der Suche nach den Verlagen für die vertauschten Brüder bin ich auch auf zwei Verlage gestoßen, für die „ZweiNullVierNeun!“ interessant sein könnte. Klappentext „Der Kampf einer Bewegung gegen schreiendes Unrecht im dystopischen Deutschland von 2049 droht am verbohrten Hass eines ehemaligen Freundes auf den Anführer zu scheitern.“

Und dann ist da noch der Nachfolger des „Kopfsturm“, „Ein Tropfen Angst“, der seit 2021 probegedruckt vor sich hin wartet. Er hat wieder ein Umweltthema, damit konnte Gmeiner leider nichts anfangen, und der Verlag des Kopfsturm wollte keine neuen Projekte. Also lag das Projekt, weil ich endlich meinen historischen Roman schreiben wollte. Was ja auch geschah (Der Alchemist von Venedig). Der „Tropfen Angst“ kommt also nach „ZweiNullVierNeun!“. Muss auch noch einmal gelesen und angepasst werden, spielt momentan 2027.

Und dann kann natürlich noch passieren, dass mir plötzlich etwas Grandioses einfällt, das mir wichtiger oder attraktiver erscheint als das Obige.

Glaubt mir, die Arbeit geht mir nicht aus.

Dass euch allen auch a) die Arbeit nicht ausgeht und dass sie b) euch gefälllt.

Herzlich euer Anton

Es ist schon schwer …

Hallo Freundinnen und Freunde,

diese Zeilen habe ich eben im Netz gefunden:

„Ein Prozent der in Deutschland angebotenen Buchtitel machen fünfzig Prozent des Umsatzes aus. Und der überragende Großteil, fast neunzig Prozent der derzeit erhältlichen Bücher, schaffen keine hundert Stück zu verkaufen. (https://www.deutschlandfunkkultur.de/bestseller-buchmarkt-100.html)

Uups! Da darf ich mich ja nicht beklagen Dennoch bin ich froh, nicht von meiner Schreibe leben zu müssen.

Apropos „Schreibe“: „Der Größenwahndes Dogen“ ist im Markt und läuft langsam an. Leider erreiche ich die fast 2000 Käufer des Vorgänerromans nicht mehr, muss mich also beghutsam herantasten. Aber ich bin mitten im nächsten Projekt „Meine vertauschten Brüder“. Worum geht es im neuen (historischen( Roman?

Das Hausmädchen Anna beichtet im Jahre 1870 auf dem Totenbett der adeligen Florence, dass ihr Bruder Cyrus nur ihr Halbbruder ist. Er ist ein untergeschobener Bastard ihres Vaters, Lord Arthur. Der Lord hatte Annas 15-jährige Tochter Kate vor 23 Jahren geschwängert. Seine zeitglich schwangere Ehefrau, Lady Miriam, wusste davon nichts und hatte Kate wie damals üblich wegen Unzucht aus dem Haus geworfen. Kate starb bei der Geburt und Anna hat daraufhin aus Rache den Sohn der kränkelnden Lady, den Annas Schwester stillte, gegen Kates Sohn getauscht. Lady Miriams Sohn hat sie dem Pfarrer vor die Kirchentür gelegt, der das Baby einem kinderlosen Schulmeisterehepaar übergab. Der junge heißt William, ist Möbeltischler geworden und weiß nicht, dass er ein Findelkind ist. Anna übergibt Florence noch einen Brief mit der Beichte an Lady Miriam und verstirbt. Florence steht vor einer schweren Entscheidung: Soll sie ihrer Mutter den Brief übergeben, der das Leben ihrer Familie zerstören könnte oder ihn verbrennen?

Hier schreibe ich mit den Empfehlungen eines Lektors (ich schrieb schon darüber) für einen hoffentlich massentauglichen Roman: Eine Protagonistin, die kluge und modern eingestellte Florence, kämpft in ihrer Zeit mt einem gefühlsbeladenen Problem: Ihrer Mutter wurde ein Sohn gestohlen, der Ehemann und geliebte Vater erweist sich als Vergewaltiger, während die Ehefrau das erste Kind in sich trug. Der geliebte Bruder ist von einem Tag auf den anderen nur Halbbruder. Und was ist mit dem echten Bruder? Legt sie nicht auch die Axt an die Famile der Zieheltern, wenn sie die neue Wahrheit offenbart? I Wie sähe der Handwerker William seinen plötzlichen Aufstieg in die Klasse der Adeligen? Ist das überhaupt wahr, was Anna beichtet?

Ich bemühe mich natürlich, bei aller emotionalität des Themas, nicht vergessen zu lassen, dass ich gerne Thriller schreibe. Spannung – oder wie meine Frau sagt – „Mord und Totschlag“ kommen ausgewogen nicht zu kurz …

Dauert aber noch. Ich habe den ersten Entwurf geschrieben, es sind 280 Seiten. Ich feile noch ein wenig, und dann wird es dem Verlag gezeigt. Und wenn der Verlag es nicht nimmt, suche ich mir eine Agentur und /oder einen anderen Verlag.

Ein Titelbild habe ich mir schon ausgedacht …

Herzlich euer

Anton