Autoreninterview

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich habe im früheren Leben bei der Telekom-Tochter T-Systems gearbeitet. Das Ehemaligen-Magazin „Zukunft braucht Herkunft“ hatte schon über meine beiden Romane berichtet und hat mich jetzt zu meinen Kurzgeschichten interviewt.

Lest selbst.

Kurzgeschichten vom Ehemaligen Anton Dellinger 

Anton Dellinger schreibt schon seit Jahren immer wieder Kurzgeschichten. Nun hat er 15 davon in einem Buch zusammengefasst. Lesen Sie, wie er zu dieser Entscheidung kam und mit welchen bizarren Titeln die Geschichten zum Lesen anregen.

Herr Dellinger, warum veröffentlichen Sie nach zwei Thrillern plötzlich mit „Schön kurz. Skurrile Geschichten“ eine Sammlung von Kurzgeschichten?
Anton Dellinger: Ich habe mit Kurzgeschichten angefangen, bevor ich 2016 meinen ersten Thriller „Gegen die Gier“ geschrieben habe und 2018 mit „Unheilbruder“ meinen Zweiten. Bei einer Veranstaltung in einem Literaturcafé letztes Jahr hatte ich nur einen kurzen Slot, da habe ich kurzerhand eine Kurzgeschichte vorgetragen. Das kam so gut an, dass ich es anderswo noch einmal tat. Man sprach mich an, warum ich meine Kurzgeschichten nicht herausgebe. Ich habe geantwortet, ich habe viel zu wenig Material

Und? Hatten Sie?
Ich habe nachgesehen und stellte zu meiner Verblüffung fest, dass es schon fast zwanzig Geschichten gab. Davon habe ich fünfzehn ausgewählt. Knapp 130 Seiten.

Wieso dieser Titel?
Mein erster Gedanke für einen Titel war „Kurz und gut“, gefiel mir außerordentlich gut, doch der Eigenlobgeruch fiel sogar mir auf (lacht) und so wurde das unverfänglichere „Schön kurz.“ daraus.

Und warum „Skurrile Geschichten“?
Ich kann Ihnen natürlich nicht alle Inhalte andeuten, aber der Klappentext lautet wie folgt: „Leiden Sie auf dem Stachus mit in ,Der nackte Mann mit der Farbdose‘, stemmen Sie ,Dreizehn Prozent Steigung‘ des Hobby-Joggers, tanzen Sie ,Discofox im Aufzug‘, erleben Sie ein ,Rachefestival‘, ,Folter im Paradies‘ und ,Hölle 2.0′. Erfahren Sie, was ,Tote Mäuse‘ und ein Auto mit Gedankensteuerung miteinander zu tun haben. Kurz gesagt, lassen Sie sich ausnahmsweise von fünfzehn Kurzgeschichten des Thriller-Autors Anton Dellinger unterhalten.“

Hört sich an, als gäbe es von allem ein bisschen.
Richtig, skurril bedeutet eigenwillig und bizarr; seltsam und absonderlich, ausgefallen, exotisch, extravagant. Sie können davon ausgehen, dass von allem ein bisschen dabei ist: lustig, komisch, ernsthaft, nachdenklich, futuristisch, spannend und verrückt. Es sind Geschichten für zwischendurch, die kürzeste hat sechs Seiten, die längste zweiundzwanzig.

Liest sich gut, oder? Leider haben sie das Interview etwas gekürzt. Am Schluss fragte mich der Reporter nach der besten Geschichte. Das wollte ich natürlich nicht beantworten, habe aber „Hölle 2.0“ empfohlen, weil die Story jedem Telekommer gefallen dürfte. Er lachte und fragte, ob es sich um die Telekom drehe, dann würde das Interview nie und nimmer gedruckt. Das habe ich verneint, aber gesagt, dass der Kern der Geschichte Telekommern bekannt vorkommen dürfte.

Am wahrscheinlichsten ist natürlich, dass der Platz für das ganze Interview nicht gereicht hat.

Ich arbeite trotz Hitze an den Lesungen und Kopfsturm weiter und wünsche euch einen kühlen Kopf usw.

Herzlich

euer Anton

 

 

Autor:

Der Autor hat bisher zwei Verlagsverträge, einen für den Thriller "Kopfsturm" (2022), einen für einen historischen Roman, der 2023 erscheinen wird. Läuft …