Büchertreff 8.7.25

Hallo, Freundinnen und Freunde,

zufällig bei einer Reise getroffen, wurde ich von einer Teilnehmerin des regelmäßigen Büchertreffs in Neuhäusel (bei Koblenz) zu einer Buchvostellung von „Meine vertauschten Brüder“ eingeladen.

Das habe ich natürlich wahrgenommen und den Roman einem interessierten Publikum von etwa 15 Damen und einem Herrn vorgestellt. Auf Fragen zu meiner Art und Weise zu schreiben hin habe ich die Schneeflockenmethode erklärt (hier schon erörtert) und anschließend noch mein Erstlingswerk vorgelesen: Die Kurzgeschichte „Der nackte Mann mit der Farbdose“, die erste Geschichte in meinem Bändchen „Schön kurz – skurrile Geschichten“. Es hat allen gefallen, und mein Roman wird in der Runde gelesen und demnächst diskutiert werden. Ich werde davon hören und ihr auch.

Ich wünsche in schönes Wochenende

Herzlich euer Anton

Ein neuer Plot steht …

Hallo, Freundinnen und Freunde,

getreu dem Motto dieses Blogs, an den Gedanken eines Autors teilnehmen zu können, informiere ich über einen wichtigen Punkt der Entstehung eines neuen historischen Romans. Ich muss gestehen, dass mich dieses Genre gepackt hat. Zwar habe ich noch zwei unveröffentlichte Thriller und zwei solche Plots (nach Schneeflockenmethode fertig) in der Schublade, aber mich fasziniert die Figur der Florence, meiner ersten Protagonistin, die ich in „Meine vertauschten Brüder“ (MvB) geschaffen habe. Den Nachfolger des Nachfolgers von MvB „Schatten über Backlynn“ (SüB) habe ich ja schon vorgestellt, warte noch bis Ende des Monats auf mögliche Verlagsrückmeldungen, dann gebe ich ihn raus. Aber jetzt geht es um „Der Seifenkrieg“, den Nachfolger von SüB.

Ich predige stets, dass ich erst anfange, nach Ende der Schneeflocke, also mit einem fertigen Szenenplan, zu schreiben. Nun, ich bin davon abgewichen und habe Mitte Mai zu schreiben angefangen, als der Szenenplan noch ziemlich unfertig war. D.h. ich hatte eigentlich noch keine gute Idee, worauf der Roman hinauslaufen würde. Ich wuste nur, dass es drei Handlunsgstränge geben wird:

Den Hauptstrang: Die Anstrengungen und Schwierigkeiten einer jungen Lady, die eigentlich nach Tod des Ehemannes und Fehlgeburt Medizin studieren wollte, sich im männlich dominierten Unternehmerumfeld als Eigentümerin einer Seifenfabrik zu behaupten (sehr spannend).

Den zweiten Strang: Der junge Earl, der Bruder von Florence, der als ehemaliger Möbeltischler plötzlich in einer Kommission des Oberhauses für die Überabeitung der Fabrikgesetze aus walisischer Sicht gefordert wird, und dabei bespöttelt, beleidigt und nicht ernst genommen wird.

Und der dritte Strang: Die zaghaft aufkeimende Liebe von Florence zu einem jungen Mann, Lord Peter, das Patenkind ihrer ehem. Schwiegermutter, den Florence am Ende des Romans SüB kennengelernt hatte. Der Umgang der Witwe Florence mit diesem Thema wird typisch und untypisch zugleich für die victorianische Zeit gezeigt, vor allem, wie Florence sich letztlich der Entscheidung Ehefrau und Mutter oder Unternehmerin stellt.

Aber damit ist noch kein Plot oder Szenenplan fertig.

Ich habe bis heute an den ersten Seiten geschrieben (bisher 94) und gleichzeitig nahezu täglich den Plan umgeworfen, weil ich keinen guten Schluss hatte, an dem die drei Stränge folgerichtig, spannend und lesenswert zusammenlaufen. Das habe ich heute zu einem Ende gebracht. Der Plot (und Szenenplan) ist rund. Natürlich wird es noch Änderungen geben, aber die Grundgeschichte steht.

Bis zur Buchmesse Mittelrhein in einem Jahr (Juni 2026) ist der Roman „Der Seifenkrieg“ oder vieleicht auch „Lady Soap Florence“ sicher fertig.

Am meisten Arbeit macht – auch wenn die Zeit Queen Victorias mir durch das Thema meiner Masterarbeit liegt (als Studie bei Amazon – Der Kampf des William Lovett um die Rechte der Arbeiter“ im Diplomica-Verlag) – die Recherche der historischen Kleinigkeiten. Mittlerweile kenne ich mich schon ganz gut aus mit der Seifenherstellung um 1877 oder der Struktur der Handelskammern, der Unternehmerverbände, der Eisenaabhnplanung, der polizeilichen Ermittlungen über Gemeindgrenzen hinweg und der Art des Umgangs im Oberhaus in Kommissionen, um nur Einges zu nennen. ich sage nur : äußerst spannend. Und dann habe ich auch noch eine Bigraphie gefunden, die eine echte Unternehmerin der damaligen Zeit beschreibt „Lady Charlotte Guest: The exceptional life of a female industrialist“ . Keine Vorlage für Florence, aber durchaus eine Orientierungshilfe (siehe Beitragsbild).

Ihr könnt schon mal anfangen, euch auf den dritten Roman der Backlynn Sage zu freuen 🙂

Euch eine gute, nicht zu heiße Zeit

Herzlich

Euer Anton