Liebe Freundinnen und Freunde,
Dirk Schümer! Ein Meister seines Fachs!
Eben habe ich gerade einen tollen, nein großartigen, historischen Roman fertig gelesen „Die Schwarze Rose“ von Dirk Schümer, 604 Seiten Spannung und Beschreibung der Zeit im 14. Jh, als der Papst in Avignon residierte. Der berühmte deutsche Prediger Eckhardt von Hochheim wird in Begleitung des jungen Dominkanernovizen Wittekind Zeuge eines blutigen Mordes, der erst der Anfang einer gefährlichen Reise ist.
Ein Rezensent schreibt: „Ein histrischer Roman, eine Liebesgeschichte, ein Actionroman mit Tarantino-haften Splatterszenen, aber auch ein Finanzthriller – ein Roman wie ein Film noir, ein echtes Vergnügen.“ Ich kann dem nur voll zustimmen. auch weil Schümer zahllose historische Persönlichkeiten in die Geschichte einwebt, wie u.a. den Theologen und Philosophen Eckhardt von Hochheim, den Philosophen Wiliam of Occam (Occams Rasiermesser), den Papst Joan XXll., den Inquisitor Bernard Gui und den fiktiven William von Baskerville, den wir aus Umberto Ecos „Der Name der Rose“ kennen. Die damalige Zeit, Ihr Denken und Handeln wird geradezu beängstigend anschaulich geschildert in teilweise deftiger, schnörkelloser Sprache – recht kirchenkritisch und formal anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil Schümer auf jegliche Anführungszeichen zur Kenntlichmachung von wörticher Rede verzichtet.
Im Epilog wird berichtet, dass der Roman auf einem alten Handschrift fußt, in deren Besitz die der Autor/Übersetzer zeitweise auf mysteriöse Weise gekommen war. Ob das Wahrheit oder Fiktion ist, konnte ich nicht klären – das Internet half wenig. Ich denke, es ist Fiktion, aber eben sehr gut gemacht, gibt dem Roman die Aura einer Tatsachenbeschreibung. In jedem Fall große Kunst. Chapeau!
Ich bin begeistert, das merkt ihr vielleicht, und kann den Roman nur jedem/jeder empfehlen, der/die historische Roman mag.
Herzlich
euer Anton
